Bis Donnerstag wieder Busstreik

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord mitteilte, sind die Tarifverhandlungen für den Bereich des TV-N Schleswig-Holstein, also des öffentlichen Personennahverkehrs, unbefriedigend beendet worden. Der kommunale Arbeitgeberverband habe zwar ein Angebot vorgelegt, dies sei aber als eine unzureichende Grundlage in Richtung eines Tarifabschlusses zu werten. „Das vorgelegte Angebot wurde einstimmig von der Tarifkommission abgelehnt”, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.
“Wir brauchen nun statt Fehlinformationen über Busfahrergehälter eine Bewegung in den Verhandlungen. Denn offensichtlich war der Druck bislang nicht hoch genug“, so Pliete weiter.
Man habe vereinbart, am kommenden Donnerstag einen weiteren Verhandlungsversuch zu unternehmen. Diesen werde man mit einem dreitägigen Warnstreik an allen TV-N Standorten begleiten. Und zwar nicht nur in Neumünster, sondern auch in Kiel, Lübeck und Flensburg; ab Dienstag, den 11. Februar mit Betriebsbeginn bis zum Betriebsschluss am Donnerstag, den 13. Februar.
„Damit endlich echte Bewegung in den Konflikt kommt, und die Arbeitgeber verstehen, dass wir ein weiteres Hinziehen der Verhandlungen nicht mehr akzeptieren“, so wieder Karl-Heinz Pliete.
ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 01. Januar 2020. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen. Die Arbeitgeber haben dagegen angeboten, einen Tarifvertrag mit dreijähriger Laufzeit abzuschließen. In dessen Angebot sind drei Erhöhungsstufen erhalten. Einmalig 110,- Euro für 2020, und dann 2,8% fürs nächste und 2,30 % für 2022. Unsere Radiomacherin Ulrike Göking war am Dienstagfrüh bei den Streikenden in Neumünster, um mit ihnen über den Warnstreik zu sprechen.


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