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Tear This Down wäre auch in Neumünster fündig geworden

Die Initiative „Tear This Down“ sammelt koloniales Erbe in Deutschland auf einer Karte. Bis heute werden in Deutschland Kolonialverbrechen und -verbrecher durch Straßennamen und Denkmäler geehrt. Ob Straßen, Plätze oder U-Bahnhöfe: viele Orte sind nach Kolonialverbrechern benannt. Andere stehen in direktem Bezug zum deutschen Kolonialismus. Bis heute gilt die Benennung von öffentlichen Plätzen in Deutschland als Ehrung von Personen und Würdigung historischer Ereignisse.

In Neumünster war in jüngerer Vergangenheit die Umbenennung von Straßen zumindest Thema einiger unserer Radiosendungen, mehrerer Artikel des Holsteinischen Couriers und natürlich auch in der Ratsversammlung, in der es seit 2018 eine unabhängige Gutachter-Kommission gibt, die zuletzt Anfang 2019 etwas von sich hören ließ. Sie hatte Kriterien für die Neu- und Umbenennung von Straßen erarbeitet. Zuvor hatte der renommierte Gutachter Professor Uwe Danker die Agnes-Miegel-Straße in Neumünster für umbenennungswürdig erachtet.

Moltkestraße

Bismarckstraße, Preußerstraße und Jungmannstraße

Virchowstraße

Stormweg und Theodor-Storm-Straße

Kantplatz

Wilhelm-Dorn-Straße

Sind solche Namenspatrone heute wirklich noch als Vorbilder tragbar? Muss man sie tilgen oder im Lichte ihrer Zeit betrachten? Wir gehen der Sache nach.

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