nationalsozialismus

8. Mai 2020 – Tag der Befreiung

Das Freie Radio Neumünster war bei der Gedenkveranstaltung dabei, die bereits gestern am 7. Mai im Friedenshain im Junglöwweg stattgefunden hat. In kleiner Runde legte der ver.di-Bezirk Südholstein zusammen mit dem DGB, der VVN-BdA und dem Friedensforum Neumünster einen Kranz nieder.

Der 8. Mai muss endlich Gedenktag werden – auch in Schleswig-Holstein!

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in diesem Jahr zum 75. Mal. Und noch immer ist der 8. Mai in Schleswig-Holstein kein offizieller Gedenktag. Um auf diesen Misstand hinzuweisen, haben sich verschiedene Organisationen für die Petition “Der 8. Mai muss endlich Gedenktag werden – auch in Schleswig-Holstein” zusammengetan, um die Debatte wieder aufzunehmen. Unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein. Dort engagiert sich Uta Körby. Wir haben mit ihr gesprochen.

Die Zerschlagung der Neumünsteraner Gewerkschaften 1933

Während auf der großen Maikundgebung – von Hitler zum “nationalen Tag der Arbeit” erklärt – keine Anzeichen von Spannungen zwischen NSDAP und Gewerkschaften bestanden, erstürmten am 2. Mai 1933 SA und Hilfspolizei das Gewerkschaftshaus in der Fabrikstraße 32. Sämtliches Vermögen wurde beschlagnahmt und Gewerkschaftsfunktionäre in “Schutzhaft” genommen. Ein kurzer Exkurs in die Geschichte Neumünsters.

Mit Mut und List

Europäische Frauen im Widerstand. Florence Hervé ist Autorin, Journalistin und Dozentin und hat zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zu den Themen Faschismus, Widerstand und Frauenbewegung herausgegeben. In dem Buch “Mit Wut und List” geht es um den so wichtigen Widerstand im Nationalsozialismus, der von Frauen geleistet wurde. Ingo Schumann hat dazu ein Gespräch mit Florence Hervé geführt.

Otto Heidemann: Mutmaßlicher Organisator eines Massenmords aus Neumünster

1943 war Otto Heidemann Gebietskommissar im Generalkommissariat Kiew und organisierte einen Massenmord an Menschen mit Behinderungen und Alten in Zolotonosha. Nach dem Zweiten Weltkrieg zieht er nach Neumünster und organisiert 1955 das sog. Nordmark-Treffen, ein Treffen von Altnazis. Der ukrainische Journalist Dmytro Dzhulay arbeitet ebenfalls an der Recherche zum Komplex der Verbrechen in Zolotonosha.

Gedenktafel für deportierte Sinti und Roma

Im Haart 38, dem historisch belegten Ort der Deportation der Sinti und Roma in Neumünster am 20. Mai 1940, soll das hier geschehene Unrecht im Stadtbild dauerhaft sichtbar gemacht werden. Wir dokumentieren den Beschluss der Ratsversammlung vom 17.12.2019. Bericht: Stefan Tenner / Kommentar: Ingo Schumann

Regionalgeschichtlicher Workshop – Der Hannoversche Bahnhof

Im Lohsepark in der Hamburger HafenCity gelegen entsteht bis 2022 das Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“. Kern des geplanten Informations- und Lernorts wird eine Dauerausstellung sein, die das Schicksal von mehr als 8.000 deportierten Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Sinti und Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbettet. Wir waren beim Regionalgeschichtlichen Workshop am 22. November 2019 in der HCU dabei.

Erinnerung an die Sinti & Roma

Vorbehaltlich der Zustimmung der Ratsversammlung erhält Neumünster im nächsten Jahr ein Denkmal für die im Nationalsozialismus deportierten Sinti und Roma – Heute fand eine erste Begehung statt, die wir dokumentiert haben.

Hörspielgruppe Vicelin: Die dunkle Zeit

Aus einer Gruppe, die das Live-Hörspiel „Die Glocke“ zum 300jährigen Glockenjubiläum der Vicelinkirche im Rahmen des Kunstfleckens im September 2016 aufgeführt hatte, entwickelte sich die Hörspielgruppe der Vicelingemeinde hier in Neumünster. Alle, die Hörspiele, Hörbücher und Vorlesen mögen, können hier mitmachen, ohne Mitglied der Gemeinde sein zu müssen.

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus luden der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, das RomArchive, das DokuZentrum Sinti und Roma Berlin und die StiftungDenkmal für die ermordeten Juden Europas zu einer Gedenkstunde ein, die am 27. Januar 2019 im Simsonweg, zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor, am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas stattfand. Wir berichten davon.

Spurensuche Neumünster – Wir vergessen nicht!

Nach ca. einjähriger Planung und Ausarbeitung liegt jetzt eine Dokumentation über ein düsteres Kapitel der deutschen und im Speziellen der Neumünsteraner Geschichte vor, die man im Internet auf der Homepage www.spurensuche-neumuenster.de abrufen kann. Der Holocaust vollzog sich vor unserer Haustür, beim Nachbarn und Mitbürger. Die Diskriminierung, Verfolgung, Beraubung und Ermordung von Juden, Sinti und Roma, Behinderten, Zeugen Jehovas, Homosexuellen und Andersdenkenden begann nicht in Auschwitz, sondern endete dort.

Fortsetzung der Recherche zum Pastor-Keding-Weg

Im Oktober 2018 haben wir eine Recherche zur Überprüfung von Straßennamen in Neumünster durch eine unabhängige Gutachter-Kommission veröffentlicht. Unter der Lupe ist auch Pastor Karl Keding, dem zu Ehren es einen Pastor-Keding-Weg in Faldera gibt.

Hitler sieht uns an – Vortrag an der Muthesius Kunsthochschule am 19. Dezember 2018

Nach Veröffentlichung der Recherchen des Freien Radio Neumünster zur Rolle des Kieler Malers Heinrich Basedow der Jüngere im Nationalsozialismus, zunächst im September und nach Einsicht der Akten erneut im Oktober 2018, macht nun die Muthesius Kunsthochschule in Kiel auf die NS-Vergangenheit Basedows aufmerksam. Aktuell zeigt die Herbert Gerisch-Stiftung in Neumünster seine Werke in der Ausstellung “Ich habe immer nur das Schöne gemalt…”. Allerdings war der 1994 gestorbene Maler auch Nationalsozialist und bereits seit 1930 Mitglied der NSDAP, später… Weiterlesen »Hitler sieht uns an – Vortrag an der Muthesius Kunsthochschule am 19. Dezember 2018

Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Ladelund

Am 11. November fuhr der Runde Tisch für Toleranz & Demokratie, in dem wir Mitglied sind, mit circa 25 Personen zur Gedenkstätte. Wir dokumentieren den Vortrag von Gudrun Jessen-Hansen, die durch die Gedenkstätte führte.

Pastor Karl Keding im Nationalsozialismus

Am 13. November findet die konstituierende Sitzung der Kommission zur Überprüfung der Umbenennung von Straßen in Neumünster statt. Die Abteilung Stadtplanung/Erschließung schreibt in ihrer Einladung: „Herr Professor Danker hat seine Teilnahme als sachverständiges Mitglied in der Kommission bestätigt. Auch die Teilnehmer aus den anderen Fraktionen wurden überwiegend benannt, so dass nun die Kommission ihre Arbeit aufnehmen kann.“ Wir haben den Pastor-Keding-Weg in Neumünster-Faldera unter die Lupe genommen.