Der 8. Mai muss endlich Gedenktag werden – auch in Schleswig-Holstein!

Inschrift im ehemaligen KZ Dachau (Foto: Alexas_Fotos)

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in diesem Jahr zum 75. Mal.

Und noch immer ist der 8. Mai in Schleswig-Holstein kein offizieller Gedenktag. Um auf diesen Misstand hinzuweisen, haben sich verschiedene Organisationen für die Petition “Der 8. Mai muss endlich Gedenktag werden – auch in Schleswig-Holstein” zusammengetan, um die Debatte wieder aufzunehmen. Unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein. Dort engagiert sich Uta Körby. Wir haben mit ihr gesprochen.

Zusätzlich gibt es weitere Petitionen, unter anderem die bundeweite Unterschriftensammlung: “8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“, mit bereits mehr als 80.000 Unterschriften.

Uta Körby engagiert sich auch in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch.In Erinnerung an die Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Norddeutschland am Abend des 4. Mai 1945 wurden heute dort Blumen niedergelegt.

Niederlegung von Blumen in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch am 5. Mai 2020 durch Hans-Jürgen Kütbach und Dr. Gerhard Braas (Vorsitzender und stellv. Vorsitzender des Trägervereins der Gedenkstätte)

In einer Rede wies der Historiker Dr. Gerhard Braas heute noch einmal daraufhin, dass dieses Datum in Schleswig- Holstein und in der Gegend um Kaltenkirchen bislang weder im kommunalen Gedächtnis noch Bestandteil regionaler Erinnerungskultur ist.

Angesichts des bevorstehenden Endes des NS-Regimes verübten im April und Mai 1945 vor allem die SS in Kaltenkirchen und Umgebung zahlreiche brutale Verbrechen. Auf offener Straße und vor den Augen der einheimischen Bevölkerung. Kaltenkirchen war nur ein Schauplatz von vielen.


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