nationalsozialismus

Hörspielgruppe Vicelin: Die dunkle Zeit

Aus einer Gruppe, die das Live-Hörspiel „Die Glocke“ zum 300jährigen Glockenjubiläum der Vicelinkirche im Rahmen des Kunstfleckens im September 2016 aufgeführt hatte, entwickelte sich die Hörspielgruppe der Vicelingemeinde hier in Neumünster. Alle, die Hörspiele, Hörbücher und Vorlesen mögen, können hier mitmachen, ohne Mitglied der Gemeinde sein zu müssen.

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus luden der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, das RomArchive, das DokuZentrum Sinti und Roma Berlin und die StiftungDenkmal für die ermordeten Juden Europas zu einer Gedenkstunde ein, die am 27. Januar 2019 im Simsonweg, zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor, am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas stattfand. Wir berichten davon.

Spurensuche Neumünster – Wir vergessen nicht!

Nach ca. einjähriger Planung und Ausarbeitung liegt jetzt eine Dokumentation über ein düsteres Kapitel der deutschen und im Speziellen der Neumünsteraner Geschichte vor, die man im Internet auf der Homepage www.spurensuche-neumuenster.de abrufen kann. Der Holocaust vollzog sich vor unserer Haustür, beim Nachbarn und Mitbürger. Die Diskriminierung, Verfolgung, Beraubung und Ermordung von Juden, Sinti und Roma, Behinderten, Zeugen Jehovas, Homosexuellen und Andersdenkenden begann nicht in Auschwitz, sondern endete dort.

Fortsetzung der Recherche zum Pastor-Keding-Weg

Im Oktober 2018 haben wir eine Recherche zur Überprüfung von Straßennamen in Neumünster durch eine unabhängige Gutachter-Kommission veröffentlicht. Unter der Lupe ist auch Pastor Karl Keding, dem zu Ehren es einen Pastor-Keding-Weg in Faldera gibt.

Hitler sieht uns an – Vortrag an der Muthesius Kunsthochschule am 19. Dezember 2018

Nach Veröffentlichung der Recherchen des Freien Radio Neumünster zur Rolle des Kieler Malers Heinrich Basedow der Jüngere im Nationalsozialismus, zunächst im September und nach Einsicht der Akten erneut im Oktober 2018, macht nun die Muthesius Kunsthochschule in Kiel auf die NS-Vergangenheit Basedows aufmerksam. Aktuell zeigt die Herbert Gerisch-Stiftung in Neumünster seine Werke in der Ausstellung “Ich habe immer nur das Schöne gemalt…”. Allerdings war der 1994 gestorbene Maler auch Nationalsozialist und bereits seit 1930 Mitglied der NSDAP, später… Weiterlesen »Hitler sieht uns an – Vortrag an der Muthesius Kunsthochschule am 19. Dezember 2018

Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Ladelund

Am 11. November fuhr der Runde Tisch für Toleranz & Demokratie, in dem wir Mitglied sind, mit circa 25 Personen zur Gedenkstätte. Wir dokumentieren den Vortrag von Gudrun Jessen-Hansen, die durch die Gedenkstätte führte.

Pastor Karl Keding im Nationalsozialismus

Am 13. November findet die konstituierende Sitzung der Kommission zur Überprüfung der Umbenennung von Straßen in Neumünster statt. Die Abteilung Stadtplanung/Erschließung schreibt in ihrer Einladung: „Herr Professor Danker hat seine Teilnahme als sachverständiges Mitglied in der Kommission bestätigt. Auch die Teilnehmer aus den anderen Fraktionen wurden überwiegend benannt, so dass nun die Kommission ihre Arbeit aufnehmen kann.“ Wir haben den Pastor-Keding-Weg in Neumünster-Faldera unter die Lupe genommen.

Maler und Nazi Heinrich Basedow der Jüngere

Nach unserer Recherche zur NS-Vergangenheit des Malers Heinrich Basedow der Jüngere in der aktuellen Ausstellung in der Gerisch-Stiftung Neumünster haben wir weiter recherchiert. Außerdem hat die Muthesius Kunsthochschule in Kiel das Thema aufgegriffen und veranstaltet eine Debatte zum Umgang mit NS-Künstlern, zu der wir auch mit einem Vortrag zu unseren Recherchen eingeladen sind. Die Veranstaltung findet am 19. Dezember 2018 im „Kesselhaus“ der Muthesius in Kiel statt.

Einweihung des Anni-Wadle-Wegs in Kiel

Anni Wadle war eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Ihren Mut musste sie mit KZ-Haft und Misshandlungen bezahlen. Sie war Kommunistin und Antifaschistin und starb 2002 in Neumünster. Nun hat die Stadt Kiel eine Straße nach ihr benannt. Der Anni-Wadle-Weg gleich neben dem neuen Bad an der Hörn soll an sie erinnern. Rubi war mit dabei und hat uns einige Eindrücke mitgebracht.

Der Maler Heinrich Basedow im Nationalsozialismus

Der Maler Heinrich Basedow der Jüngere starb bereits 1994 in Kiel. Erst jetzt sind seine Arbeiten wieder öffentlich zu sehen. Er zeichnete vorwiegend Naturbilder und Portraits. 1978 sollte er dafür den Kulturpreis der Stadt Kiel erhalten. Doch seine Rolle im Nationalsozialismus wurde erstmals öffentlich zum Thema. Er nahm den Preis schließlich nicht an. Bereits 1930 war er der NSDAP beigetreten und war später in der SA und in der Wehrmacht. 1936 malte er ein Bild Adolf Hitlers und bewarb sich damit bei der Großen Deutschen Kunstausstellung, einer Leistungsschau der Kunst im Nationalsozialismus. Dennoch heißt die aktuelle Ausstellung in Neumünster “Ich habe immer nur das Schöne gemalt…” Das war Anlass für uns, mehr über den Maler Heinrich Basedow im Nationalsozialismus zu erfahren.

Nachfahren von Deportierten melden sich

In unserem Audio vom 16. Februar 2018, Vorerst kein Denkmal für ermordete Roma und Sinti in Neumünster, haben wir die Ratsversammlung vom 13. Februar 2018 dokumentiert, bei der es in TOP 11.6 um eine Gedenkstätte für ermordete Roma und Sinti ging, die – Stand heute – bisher nicht von der Ratsversammlung gut geheißen wird. „Sie alle haben das gleiche Schicksal erlitten“, so sprach der Fraktionsvorsitzende einer kleineren Partei damals. Am Wochenende meldete sich der Urenkel… Weiterlesen »Nachfahren von Deportierten melden sich

NSU in Neumünster

MP3 Audio [14 MB]DownloadShow URL Am 5. April 2003 gab es nach einem Neonaziaufmarsch anlässlich der Wehrmachtsausstellung ein Neonazikonzert in Neumünster-Wittorf – unter Mitwirkung von Holger Gerlach und – mutmaßlich – den „Uwes“. Wir haben die Hintergründe des Konzerts recherchiert und dabei Beunruhigendes festgestellt. Welche Unterstützer*innen aus Neumünster noch beim Konzert von White Law Kontakt mit dem NSU-Trio aufnahmen, wird heute möglicherweise nicht mehr zu klären sein. Es bleibt Aufgabe antifaschistischer Gruppen, die Zusammenhänge zum… Weiterlesen »NSU in Neumünster

Tag X am 11. Juli in den freien Radios

Am Mittwoch, den 11. Juli 2018 sind nach 5 Jahren die Urteile im NSU-Prozess in München gesprochen worden. Wir und auch das FSK und viele Freie Radios haben das gemeinsame Programm der Freien Radios live aus München übernommen. Dort war eine Redaktion vor Ort und auch aus vielen Städten haben Radio Inhalte beigetragen. In Kiel gab es eine Demonstration mit 660 Teilnehmenden, es gab Berichte unter anderem aus Neumünster und Elmshorn

Massensuizid 1945 in Demmin

Im Frühjahr 1945 wurde die Kleinstadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern zum Ort einer schrecklichen Tragödie. Hunderte Menschen nahmen sich das Leben. Sie schnitten sich die Pulsadern auf, vergifteten oder erschossen sich. Eltern töteten erst ihre Kinder und dann sich selbst. Sie sollen sich aus Angst vor der heranrückenden Roten Armee umgebracht haben – so die dominierende Erzählung. Gründe für den Massensuizid gab es allerdings viele, sei es die eigene Schuldhaftigkeit an Verbrechen oder ein eigentlich tiefes Vertrauen in den gescheiterten Faschismus. Zwar waren die Massensuizide in Demmin nicht einzigartig, sie fanden in ganz Deutschland statt. In Demmin aber gab es im Vergleich zur Gesamtbewohnerzahl auffällig viele Selbsttötungen. Ein offener Umgang mit diesem Ereignis blieb in der Stadt bis heute aus. Die Leerstelle, die in der Aufarbeitung des Ereignisses besteht, besetzten Neonazis, die jährlich am 8.Mai einen Trauermarsch in Erinnerung an den Massensuizid veranstalten. Die Geschichte des Massensuizids und die unterschiedlichen Rezeptionen dazu sind Ausgangspunkt des Films “Über Leben in Demmin” von dem Regisseur Martin Farkas. Der Film ist ein Portrait über die Stadt Demmin und über ihre Bewohner und Bewohnerinnen, die der Massensuizid vor 73 Jahren noch immer nicht loslässt. Steffi von Radio Corax hat sich mit Martin Farkas über seinen Film unterhalten.

Polizei im Nationalsozialismus

MP3 Audio [32 MB]DownloadShow URL “Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen.” das konstatiert Sven Deppisch in seinem Buch “Täter auf der Schulbank” Dort schreibt er über die Ausbildung von Polizisten in der Polizeischule Fürstenfeldbruck und darüber, wie die nationalsozialistische Polizei auf den Krieg vorbereitet wurde. Polizeikräfte waren oft in Kriegsverbrechen und auch in den Holocaust verwickelt, nach dem Krieg wurde kaum jemand zur Rechenschaft gezogen. Personelle und inhaltliche Kontinuitäten hat Radio Corax… Weiterlesen »Polizei im Nationalsozialismus