Zum Inhalt springen

Audiothek

Jetzt nachhören: Seniorenmagazin im März; „Wir entdecken die Stadt und die Bahn kommt wieder mal nicht.“

Damit beschäftigten wir uns unter anderem in der Märzausgabe unseres Seniorenmagazins und das sind unsere weiteren Themen.

Ein Thema, das wir alle kennen, greift Klaus-Peter auf: Die unzuverlässige Deutsche Bahn. Woran liegt das eigentlich?

Elke ist diesmal unsere Zeitzeugin und sie erzählt zum Ende des diesjährigen Winters von der großen Schneekatastrophe 1978/79.

Wir beginnen eine neue, interessante Serie „Stadtteilmomente“. Das wird eine Entdeckungsreise durch die Quartiere der Stadt, die Frau Sperber-Conrads vom Seniorenbüro mit uns unternimmt. Wie beginnen mit der Innenstadt und sprechen mit Frau Bagger-Wulf von der Caritas. Sie stellt verschiedene Angebote vor.

Es gibt auch wieder eine plattdeutsche Geschichte. Heides Thema diesmal: „De witten Bänder“. Dortau givt dat passende Leeder to hören!

Die Hörspielwerkstatt der Vicelingemeinde hat ein Kurzhörspiel zur Zeit nach dem Krieg aufgenommen: „Die vergessenen Stimmen“. Brigitte stellt es vor.

FLECKENHÖRER vom 16.03.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 16. März 2026! In Bargteheide ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren schweren Angriffen auf linke Jugendliche gekommen. Innerhalb kurzer Zeit wurden drei Vorfälle bekannt, die nach Einschätzung der Betroffenen und ihres Umfelds auf eine gezielte Serie rechter Gewalt hindeuten. Diese Angriffe – ebenso wie die vorausgegangenen Brandstiftungen, Einbrüche und Drohanrufe – haben offensichtlich das Ziel, die politisch aktiven Jugendlichen einzuschüchtern. Ein breiter gesellschaftlicher oder medialer Aufschrei bleibt bislang jedoch aus. Auch die Polizei scheint die Bedrohung nicht ausreichend ernst zu nehmen. Es gibt keine einzige Polizeimeldung, die davon berichtet. Wir hören nachher im Magazin einige der Jugendlichen im Gespräch mit Werner vom Freien Sender Kombinat Hamburg.

In unserer Sendung geht es heute um Krieg – den Krieg zwischen Staaten, den Krieg der Hamburger Justiz gegen Linke und den Krieg der Rechten in Bargteheide gegen politisch Andersdenkende. Was haben die Kriege in der Ukraine und im Gaza eigentlich gemeinsam? Beide waren hierzulande von großen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über Sinn und Unsinn dieser Kriege begleitet. Auch in der antimilitaristischen Bewegung. Den guten Krieg und das gute Militär, die gibt es nicht. Mit der großangelegten israelisch/us-amerikanischen Bombardierung des Iran schien es wieder soweit zu sein. Doch zu unserem Erstaunen herrscht ein lautes Schweigen. Woran liegt das? Weshalb gibt es (bislang) keine wahrnehmbaren Proteste gegen diesen Krieg – nicht nur aus antimilitaristischer Perspektive?

Unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Deutschland viertgrößter Exporteur von Kriegswaffen – mit fatalen Folgen!
+++ G20-Rondenbarg: Das letzte Kapitel – Staatsanwaltschaft zur Einstellung aller offenen Verfahren bereit
+++ Nazis überfallen linke Jugendliche in Bargteheide

Musik:
L.A. Witch (USA)
The Varukers (UK)
Nein Danke (Neuwied)
Mehmûd Berazî (Rojava)

Zwischenraum – Gespräche über Schulverweigerung, Würde und Wandel zum Thema: Gewalt in Schule

Marie Ann Rouaiha und Rolf Nötzold unterhalten sich darüber, welche Formen von Gewalt heutzutage noch im System Schule zu finden sind – dass wir viele dieser Facetten oftmals (noch) gar nicht als solche empfinden und deshalb vielfach unbewusst Gewalt ausgeübt wird.
Rolf Nötzold ist Gründer der Freien Schule Leben und Lernen in Preetz, Schulermutiger und -entwickler. Er trägt dazu bei, Lernräume für junge Menschen gewaltfrei zu gestalten und traumasensible Lernorte zu schaffen.

Jetzt das Umweltmagazin in unserer Audiothek nachhören: Windenergie und Artenschutz, wie passt das zusammen?

Windenergieanlagen stellen eine wichtige Säule auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieversorgung dar. Einmal aufgestellt produzieren sie jahrelang emissionsfrei Strom und es bestehen keine Abhängigkeiten beim Einkauf von Energieträgern.

Allerdings benötigen Windenergieanlagen viel Fläche und sind landschaftsprägend. Sollen Windenergieanlagen irgendwo aufgestellt werden, bilden sich oft Bürgerinitiativen dagegen. Doch dass die meisten Menschen keine Rotoren vor ihrer Haustür haben wollen, ist nicht das Thema dieser Sendung. Es soll vielmehr darum gehen, dass Klimaschutz nicht ohne Natur- und Artenschutz gedacht werden sollte. Darüber sprechen wir mit Fritz Heydemann. Er ist stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Schleswig-Holstein und hat sich mit diesem komplexen Thema auseinandergesetzt.

Außerdem hören wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fokus Wärme“ einen Vortrag zum Thema „Sanieren & Finanzieren: Praktikable Lösungen für unterschiedliche Lebensphasen“. Es spricht Michael Herte von der Verbraucherzentrale SH und es geht um Finanzierungsmöglichkeiten für energetische Haussanierungen, die sich z.B. für Rentnerinnen und Rentner oder junge Familien bieten.

FLECKENHÖRER vom 02.03.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 2. März 2026! Es ist doch immer wieder schön zu hören, dass Aufrufe zu einer Straftat wie sie im Januar letzten Jahres von einem Kommentator auf der Facebook-Seite der AfD Neumünster verbreitet wurden und schließlich im April des Jahres zum vierten Anschlag auf das Parteibüro der Grünen am Fürsthof führten, hart von der Justiz bestraft werden. Derjenige, der die Grünen und die Antifa mit Buttersäure überschütten wollte, ist nun vom Landgericht Lüneburg zu einer hohen Geldstrafe verknackt worden. Sollte noch einmal etwas dort passieren, wird man wissen, wo zu suchen ist. Dieser Mensch war mit Klarnamen im Netz unterwegs. Auch bei der CDU von Friedrich Merz herrscht die Annahme, dass Menschen „mit offenem Visier“ zurückhaltender kommunizieren würden. Dafür gibt es wenig Belege. Im Gegenteil gibt es Studien, die zeigen, dass anonyme Nutzer:innen weniger aggressiv kommunizieren und solche die zeigen, dass Rassisten ganz offen hetzen. Die Befürworter:innen der Klarnamenpflicht im Internet ignorieren dabei die demokratische Notwendigkeit von Anonymität und Pseudonymität. Merz hat zudem wenig verstanden von der demokratischen Wichtigkeit anonymer Kommunikation, wenn er die Klarnamenpflicht auf sich selbst bezieht und aus seiner privilegierten, mächtigen Rolle als Bundeskanzler eine Zwangsoffenlegung der Namen aller Menschen fordert, die „sich sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“ Kritik nur noch mit Nummernschild, oder wie ist das zu verstehen? Wer Hass und Hetze im Netz verringern will, der sollte sich selbst mit Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung zurückhalten – und lieber ganz konkret die AfD und ihre Diskurse bekämpfen statt diese in die demokratische Mitte zu heben und zu normalisieren.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Großer Erfolg: Über 450 Besucherinnen und Besucher beim Wärmepumpen-Infotag – Reges Interesse an Heizungstausch
+++ Der Igel durch Lebensraumverlust und Umweltgifte schon jetzt auf der Roten Liste.
Landtagspetition von BUND und NABU fordert landesweites Nachtfahrverbot von Mährobotern und weitere Maßnahmen zum Schutz von Igeln
+++ Interview von Simon mit Folarin Omishade, der ein AfroGospel-Konzert am 24. April veranstaltet

Musik:
Ausgestorben (Berlin)
Night Punch (Hamburg)
Draümar (Norwegen)

Hört jetzt die 62. Sendung der Anonymen Alkoholiker im Freien Radio Neumünster mit dem Thema „Steffi erzählt ihre Lebensgeschichte“ in unserer Audiothek!

Wie hat mein Leben ausgesehen als ich noch getrunken habe, was ist passiert, das ich aufhören konnte zu trinken und wie hat sich mein Leben danach entwickelt, ist das Muster wie wir unsere Lebensgeschichten erzählen. Das Teilen unserer Lebensgeschichte dient unter anderem dazu, Neuinteressierten, die vielleicht noch nicht so genau wissen wo sie stehen, eine Möglichkeit der Identifikation zu geben. Natürlich ist es auch immer wieder gut und nützlich sich selber zu erinnern wo wir herkommen und wo wir nie wieder hin wollen. Deshalb wollen wir die Vergangenheit weder beklagen, noch die Tür hinter ihr zuschlagen. Vielen Dank Steffi für das Teilen deiner Lebensgeschichte.

Monatlich wird an jedem vierten Donnerstag des Monats um 19:30 Uhr ein 30-minütiges AA-Radio-Meeting übertragen. Die Gruppe möchte als Mitglied der weltweiten Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker alle Menschen, die es interessiert, über die Krankheit Alkoholismus informieren und ihre Erfahrungen weitergeben. Damit möchte sie betroffene Menschen ermutigen, sich bei der Bewältigung ihrer Sucht Hilfe und Unterstützung zu suchen.

„Sportschuh on Air“ mit Tomate, Pitti und Rollo – Jetzt zum Nachhören!

In der zweiten Sendung Sportschuh on Air waren zu Gast die Silber-Medaillen-Gewinner aus Tokyo sowie der Sportler des Jahres – Tomate, Pitti und Rollo , die alle aktiv für die Gehörlosen-Handballer der Nationalmannschaft sind. In der Sendung erzählen sie über Ihre Erlebnisse in Tokyo und ihrem Besuch beim Bundestagspräsidenten Frank Walter Steinmeier.

FLECKENHÖRER vom 23.02.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 23. Februar 2026! Neulich hat der Islamhasser Irfan Peci ein Video über Neumünster gedreht, das zur Sache geht. Im Bild/Posting stehen u. a. groß und plakativ: „DIESE ISLAMISTEN SOLLEN KINDER BETREUEN!“ Visuell klar zugeordnet wird dieser Satz zum VIKZ Verband der Islamischen Kulturzentren e. V., die unter anderem die Merkezefendi-Moschee in der Christianstraße 22 betreiben. Die Überschrift zu dem Youtube-Video lautet: „Deal mit der Regierung! Türkische Islamisten übernehmen erste Kindergärten“ Gepostet von Amir Imeri, mit Bezug zur AfD Neumünster.

Der Vorwurf lautet also: Der Verband der Islamischen Kulturzentren sei islamistisch und übernehme Kinderbetreuung bzw. einen Kindergarten in Neumünster. Das Wort „Islamist“ ist kein wertfreies Schlagwort, sondern bedeutet im deutschen Rechtsverständnis: Nähe zu verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Auch wenn ich den VIKZ in einigen Punkten hart kritisiere: Der VIKZ wird nicht vom Verfassungsschutz als islamistisch eingestuft und es gibt keine offizielle Beobachtung als extremistische Organisation. Die Kombination aus „Islamisten + Kinderbetreuung“ erzeugt bewusst Angst und Gefährdungsassoziationen.️ Der im Screenshot gemachte Vorwurf ist meiner Meinung nach strafrechtlich hoch problematisch und sehr wahrscheinlich als üble Nachrede (§ 186 StGB) einzuordnen. Aber was weiß ich denn schon, was unsere Gerichte derzeit so beschäftigt und ob das den VIKZ überhaupt interessiert.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Mehr Rüstungsexporte in die Golfstaaten? Dramatische Zeitenwende in der Rüstungsexportpolitik und damit das völlig falsche Signal!
+++ 15.300 mal die eigenen vier Wände: Neumünster hat eine Wohneigentumsquote von 37 Prozent
+++ Selbst OpenAI-Chef Sam Altman spricht nun offen darüber: Manche Unternehmen nennen „KI“ bloß als Vorwand, um Kündigungen zu rechtfertigen

Musik:
Slaughterhouse (USA)
Swan Wash (USA)
Peppi P. (Berlin)
Soutouda (Afghanistan)

Jetzt zum Nachhören! Die Schlagershow mit Uwe Busse, Allessa und Pietro Basile

Simon Ladewig präsentierte auch im Februar die Schlagershow mit Musik und spannenden Telefongesprächen. Uwe Busse sprach über seine lange Karriere und seine Erfolge als Songwriter für Künstler wie die Flippers oder G.G. Anderson. Allessa erzählte, warum sie nach ihrem angekündigten Abschied 2024 nun mit „20.000 Meilen“ in den Schlager zurückkehrte. Pietro Basile berichtete von seinem Weg der letzten Jahre und wie er sich Schritt für Schritt in der Schlagerwelt etablierte.

„AfD zieht nach Neumünster“ darüber ein Meinungsbeitrag von Jochen Korte jetzt in der Audiothek

AfD zieht nach Neumünster
Am 10.2.2026 steht ein groß aufgemachter Artikel in den Kieler Nachrichten: Titel: AfD zieht nach Neumünster. Untertitel: Räume des Landesverbands in Kiel gekündigt. Parteizentrale und Treffpunkt jetzt im Schwale Gewerbepark.

Muss man sich über diesen Bericht aufregen? Das ist doch ein ganz normaler Artikel über den Umzug des Landesverbandes einer Partei.  Genau diese „Normalität“ ist das Problem, ist auch die Meinung von Jochen Korte.

FLECKENHÖRER vom 16.02.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 16. Februar 2026! Aktuell gibt es Zoff in mehreren linken Gruppen und Bündnissen und das wäre nichts Neues, über das ich berichte, aber hinzugekommen ist seit November 2025 ein Streit zwischen den Organisator*innen des CSDs in Neumünster und den Aktivist*innen, die sich am CSD beteiligt haben. Der eher konservative Verein Buntes Tischchen Neumünster e. V. wehrt sich nun gegen „kursierende Gerüchte und nachweislich falsche Behauptungen, die seinem Ruf schaden“. Diese seien aus persönlichen Konflikten im Zusammenhang mit dem vergangenen CSD in Neumünster entstanden und würden inzwischen in Chatgruppen und Gesprächen weiterverbreitet, heißt es. Als Mensch, der gut innerhalb von Neumünster vernetzt ist, weiß ich um eine Gruppe, die aus fast zwanzig Personen besteht, die alle Kritik am Bunten Tischchen üben und dies auch nach der in Deutschland herrschenden Meinungsfreiheit in privaten Chatgruppen tun dürfen. Diese Menschen schaffen derzeit einen Safeplace für die Queer-Community, ohne als Gruppierung außerhalb der demokratischen Mitte – von links – abgewertet und abgelehnt zu werden. Dabei wird weder konfrontativ aufgetreten noch werden demokratische Strukturen delegitimiert. Sollte sich diese noch junge Gruppe etablieren, wäre ein CSD, der zu politischen Ursprüngen des CSD zurückkehrt, ein sog. Radical Pride denkbar, der sich von dem bestehenden CSD in Neumünster abgrenzt. Bei diesem Radical Pride würde die wohl mit handfesten Aussagen belegbare queerfeindlichste Partei Deutschlands definitiv ausgeschlossen sein.

Der Fleckenhörer wird sich diese Entwicklung anschauen und darüber berichten.

Das sind unsere Themen heute:
+++ Biotop statt Neubauten in NMS-Wittorf: Hochwasserrisiken und Artenschutz stoppen Wohnprojekt von Investor Mayer
+++ 12.800 Menschen in Neumünster arbeiten in Teilzeit – Oft bremsen Defizite bei Kitas und Pflege Vollzeitjobs
+++ Workshop zum Umgang mit Rechtsextremismus in Lübeck

Musik:
Deutsche Laichen (Berlin)
Guts Pie Earshot (Berlin)
Post Regiment (Polen)
Under the Gun (UK)

Jetzt nachhören: Lesung mit Louis Pawellek. Agnes Geisler: Ich war die Nummer Z-3682

Am 7. Februar 2025 fand in den Räumen der Sinti Union Schleswig-Holstein in der Feldstraße aus Anlass des 27. Januar eine Buchlesung zu den Erinnerungen von Agnes Geisler geborene Laubinger statt. Die Sintizza wurde am 11. März 1943 im Alter von zehn Jahren in das KZ Auschwitz deportiert. Im selben Viehwaggon befand sich auch Frieda Kaikoni aus Neumünster, zu der wir hier im Freien Radio berichtet haben, sowie ihre Kinder Heinrich, Irmgard und Käthe sowie ihr Partner, Franz Mirosch.

Veranstalter der Lesung war die Sinti Union Schleswig-Holstein Toleranz und Zivilcourage e.V. und Holger Artus. Holger engagiert sich in Hamburg in der Erinnerungsarbeit. Agnes Laubinger lernte er Ende 2024/Anfang 2025 kennen. Kurz zuvor hatte Louis Pawellek, ein junger Lehrer, ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Gemeinsam mit ihm will Holger in Norddeutschland aus ihrer Erzählung über die Deportation, den Terror in Auschwitz, die Todesmärsche und die Befreiung im KZ Bergen-Belsen lesen. Neumünster war dabei ein wichtiger Ort, da ein Teil ihrer Familie dort lebt. Leider verstarb Agnes Laubinger im Januar 2025 im Alter von 92 Jahren.

FLECKENHÖRER vom 09.02.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 9. Februar 2026! Heute in der Sendung hören wir Louis Pawellek. Er nutzt auch soziale Medien (z. B. TikTok, Instagram), um Erinnerungskultur und persönliche Geschichten von Holocaust-Überlebenden einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Ihr wisst es, ich bin kein Tiktok-Freund. Es laufen derzeit mehrere Verfahren gegen TikTok, z.B. zur Desinformation und Einmischung in Wahlen in Rumänien. Endloses Scrollen, mehrstündige Screentime und ständiges Öffnen der App: Die EU-Kommission nimmt an, dass TikTok nicht genug macht, um die negativen Effekte seiner Plattform zu beschränken, und verlangt drastische Änderungen. TikTok hat nun die Gelegenheit, auf die Vorwürfe zu antworten und das System entsprechend anzupassen. Eine genaue Frist dafür gibt es nicht. Sollte die Kommission nicht mit TikToks Reaktion zufrieden sein, könnte sie im letzten Schritt einen Verstoß feststellen und eine Strafe verhängen. Einige Länder wie Indien und China haben TikTok vollständig für alle Nutzer verboten.

Was war noch? Am 4. Februar 2026 wurde die Antifaschist*in Maja in Ungarn zu acht Jahren Haft verurteilt. Aus Protest demonstrierten am Abend in Berlin bis zu 1.000 Menschen. Auch in Hamburg, Dresden, Erfurt, Freiburg, Nürnberg, Kiel und Potsdam gab es spontane Solidemos auf den Straßen. Maja wurde vorgeworfen in Budapest zum Tag der Ehre Neonazis angegriffen und verletzt zu haben. Statt Beweisen konnte die Staatsanwaltschaft nur Indizien vortragen. Maja wurde 2024 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion illegal von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert und sitzt seitdem dort als non-binäre Person unter menschenunwürdigen Zuständen in einem Männerknast in Isolationshaft. Nach dem Urteil gehen sowohl Majas Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft in Berufung. Ungarn hat angedeutet, dass Maja die Haft in Deutschland verbringen darf.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Rede zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus von Tobias Bergmann
+++ Lesung von Louis Pawellek aus Anlass des Holocaust-Gedenktags an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma bei der Sinti-Union
+++ LNG-Schiffe vor Landstrom-Problem: NABU-Studie stellt Zukunft der Technologie infrage

Musik:
Cousines like Shit (Österreich)
Die Spitz (USA)
malheur (Münster)

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.