Zum Inhalt springen

klarnamenpflicht im internet

FLECKENHÖRER vom 02.03.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 2. März 2026! Es ist doch immer wieder schön zu hören, dass Aufrufe zu einer Straftat wie sie im Januar letzten Jahres von einem Kommentator auf der Facebook-Seite der AfD Neumünster verbreitet wurden und schließlich im April des Jahres zum vierten Anschlag auf das Parteibüro der Grünen am Fürsthof führten, hart von der Justiz bestraft werden. Derjenige, der die Grünen und die Antifa mit Buttersäure überschütten wollte, ist nun vom Landgericht Lüneburg zu einer hohen Geldstrafe verknackt worden. Sollte noch einmal etwas dort passieren, wird man wissen, wo zu suchen ist. Dieser Mensch war mit Klarnamen im Netz unterwegs. Auch bei der CDU von Friedrich Merz herrscht die Annahme, dass Menschen „mit offenem Visier“ zurückhaltender kommunizieren würden. Dafür gibt es wenig Belege. Im Gegenteil gibt es Studien, die zeigen, dass anonyme Nutzer:innen weniger aggressiv kommunizieren und solche die zeigen, dass Rassisten ganz offen hetzen. Die Befürworter:innen der Klarnamenpflicht im Internet ignorieren dabei die demokratische Notwendigkeit von Anonymität und Pseudonymität. Merz hat zudem wenig verstanden von der demokratischen Wichtigkeit anonymer Kommunikation, wenn er die Klarnamenpflicht auf sich selbst bezieht und aus seiner privilegierten, mächtigen Rolle als Bundeskanzler eine Zwangsoffenlegung der Namen aller Menschen fordert, die „sich sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“ Kritik nur noch mit Nummernschild, oder wie ist das zu verstehen? Wer Hass und Hetze im Netz verringern will, der sollte sich selbst mit Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung zurückhalten – und lieber ganz konkret die AfD und ihre Diskurse bekämpfen statt diese in die demokratische Mitte zu heben und zu normalisieren.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Großer Erfolg: Über 450 Besucherinnen und Besucher beim Wärmepumpen-Infotag – Reges Interesse an Heizungstausch
+++ Der Igel durch Lebensraumverlust und Umweltgifte schon jetzt auf der Roten Liste.
Landtagspetition von BUND und NABU fordert landesweites Nachtfahrverbot von Mährobotern und weitere Maßnahmen zum Schutz von Igeln
+++ Interview von Simon mit Folarin Omishade, der ein AfroGospel-Konzert am 24. April veranstaltet

Musik:
Ausgestorben (Berlin)
Night Punch (Hamburg)
Draümar (Norwegen)

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.