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rojava

FLECKENHÖRER vom 26.01.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 26. Januar 2026! Am Samstag versammelten sich mehr als tausend Menschen in Kiel, um gegen die Angriffe der syrischen Übergangsregierung auf Rojava zu demonstrieren. Das autonome kurdische Gebiet beinhaltet drei nicht aneinandergrenzende Provinzen entlang der türkischen und irakischen Grenze. Die Demonstrierenden folgten eigenen Angaben zufolge dem Aufruf der Demokratischen Selbstverwaltung von Rojava, „die Revolution zu verteidigen und die Bevölkerung vor einem Massaker zu schützen“. Momentan ist überall viel Wut auf den Straßen. Die Menschen forderten Europa und die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Augen vor den aktuellen Geschehnissen in Rojava nicht zu verschließen. Die Unterstützung westlicher Staaten für den selbsternannten Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa sei eine fatale Entwicklung für den gesamten Nahen Osten und würde „die Gräben zwischen den Völkern“ nur weiter vertiefen. Insbesondere in der Freilassung tausender IS-Gefangener und deren Angehöriger sieht man eine enorme Sicherheitsgefahr für die gesamte Welt. Viele aus Rojava stammende Kurd:innen, die sich an dem Protest beteiligten, bangen um ihre Angehörigen, die nach wie vor in der Region leben. Der ehemalige Terrorist Al-Scharaa war erst letzte Woche bei Friedrich Merz zu Gast, der zu den Angriffen auf Rojava bislang schweigt. „Die Bundesregierung hofiert diesen Islamisten und schaut weg, wenn Armee und Milizen Massaker verüben – erst an den Alawiten, dann an den Drusen und jetzt an den Kurden“, heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung der LINKEN dazu. Auch in den nächsten Wochen werden massive Demonstrationen von Internationalist*innen erwartet.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Damit Chefs in Neumünster keinen Bogen um 13,90 Euro pro Stunde machen: NGG Schleswig-Holstein Nord fordert mehr Zoll-Kontrollen beim Mindestlohn
+++ „Brückenleuchten“ in Bollingstedt: Muss es wieder einen Toten geben?
+++ Land fördert KI in der Pflege mit etwa 500.000 Euro
+++ Buchvorstellung in Lübeck: Götz Aly über den Nationalsozialismus

Musik:
The Guilt (SE)
Das Günther (Hannover)
Scowl (USA)

Jetzt in der Audiothek nachhören: »Über den Tellerrand« #1 mit Rita Bilal von »Familien für den Frieden«

“Über den Tellerrand” ist ab sofort jeden dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr zu hören – hier beim Freien Radio Neumünster. In der ersten Sendung ist Rita Bilal von der Initiative “Familien für den Frieden” zu Gast bei Winter und berichtet eindringlich und intensiv von ihrem Einsatz für die Menschenrechte, die Demokratie, vor allem aber für den Frieden in dem von Jahrzehnte langen Krisen und Kriegen gebeutelten Westkurdistan.

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