Audiothek

Infomagazin vom 1. Februar 2018

Multifinalgeschichte - Interview mit Christiane Herty | Gedenktag an Opfer des Nationalsozialismus 2018 in Neumünster | NSU-Prozess - Beobachtungen beim Prozeß / Ausstellung in Neumünster

Gedenktag an Opfer des Nationalsozialismus 2018 in Neumünster

Anlässlich des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und dem internationalen Holocaust-Gedenktag, wurde auch am 27. Januar 2018 in Neumünster daran erinnert und gemahnt. Die unvorstellbaren Verbrechen, die Deutsche und ihre Helfer vor allem zwischen 1941 und 1945 systematisch umsetzten und den Tod von ca. 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens und vielen weitere Millionen Frauen, Männern und Kindern bedeuteten, sollen niemals vergessen werden. Wir dokumentieren an dieser Stelle die Rede zur Gedenkveranstaltung am Rathaus Neumünster vom vergangenen Samstag. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erinnerte an die verschiedenen Opfer u. a. Homosexuelle, die gezielt verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Er verwies auch auf die aktuelle Situation und die Herausforderungen, die es in Neumünster in der Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Gedankengut gibt.

Medien in Pakistan

Kaum ein Tag vergeht, in dem wir bei uns in den Nachrichten nicht etwas über Afghanistan hören können. Aus dem Nachbarland Pakistan gibt es ungleich weniger Informationen. Hier befindet sich eine der größten Städte der Welt. Karachi war einst Hauptstadt, bevor Islamabad errichtet wurde. Die Megametropole ist nach wie vor das wirtschaftliche Zentrum des Landes, eine Hafenstadt mit weit mehr als 20 Millionen Einwohnern. Der Zuzug aus allen Landesteilen ist groß. Viele Ethnien leben in Karachi eng zusammen und zeigen hier in einer Stadt was Pakistan als Ganzes ausmacht. Die Gegensätze zwischen westlicher Orientierung und alten Traditionen sind hier allgegenwärtig. Das zeigt sich auch in der pakistanischen Medienlandschaft. Eindrücke dazu von Stefan Tenner.

Lohndumping in den Gefängnissen

Derzeit machen Gefangene in der JVA Neumünster auf ihre Situation aufmerksam. In zwei Petitionen kritisieren sie das Verhalten des Personals aber auch die schlechten Lohnbedingungen. Mit diesem Problem stehen sie nicht allein. In fast allen Bundesländern müssen Gefangenen arbeiten. Dafür erhalten sie allerdings einen sehr geringen Lohn und die Zeit wird nicht auf die Rente angerechnet. Mobil macht dagegen die Gefangenen-Gewerkschaft GG/BO. Sie fordert u.a. die Zahlung des Mindestlohns, der um ein Vielfaches höher liegt. Mit Martina Franke von der Berliner Soligruppe der GG/BO haben wir uns darüber unterhalten.

“Q”-Die neueste Theaterproduktion von Thomas Ebermann

"Q" ein mysteriös klingender Titel zu einem mysteriösen Stück. Ein italienisches Autorenkollektiv namens Luther Blisset schreibt einen Roman, der in der Reformationszeit spielt und Thomas Ebermann macht daraus zusammen mit seinem Koautor Berthold Brunner und einem Schauspielerensemble eine szenische Lesung, in der es um die verschiedenen Strömungen jener Zeit geht und die zum Teil nicht nur gegen den Papst, sondern auch gegen den großen Reformator Martin Luther opponieren. In unserem Interview äußert sich Thomas Ebermann über seine Lust am Theater machen und daran, das Personal in den Vordergrund zu stellen, das von der offiziellen Geschichtsschreibung oft vernachlässigt oder ganz unterschlagen wird.

Infomagazin vom 21. Dezember 2017

Themen: Erste Demokratiekonferenz in Neumünster | Abschiebungen nach Afghanistan | Debatte zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Debatte zum Bedingungslosen Grundeinkommen

2017 fand im KDW in Neumünster eine Podiumsdiskussion zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" statt.  Veranstalterin war Ulrike Göking, eine bekannte Kulturschaffende aus Neumünster, die auch die Diskussionsleitung übernahm. Teilnehmer waren: Lorenz Göster-Beutin (Die Linke), Denys Bornhöft (FDP), Susanne Elbert (Grüne), Dirk Dietrich (SPD), Karl Martin Henschel (Attac).

Abschiebungen nach Afghanistan – Eine Gesprächsrunde

Was denken jugendliche Geflüchtete aus Afghanistan und Pakistan über das Thema "Abschiebungen" und was Passant*innen in Neumünster? Waleed, Tariq, Asfandyar und Oliver haben sich in dari (persisch), paschtunisch und deutsch darüber unterhalten und sich dazu auch auf dem Weihnachtsmarkt in Neumünster umgehört. In der 30-minütigen Sendung kamen neben den Themen Flucht und der aktuellen Situation in Afghanistan auch ihre neue Lebenssituationen oder das Thema Weihnachten zur Sprache.

Erste Demokratiekonferenz in Neumünster

Seit Kurzem erhält die Stadt Neumünster Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. In ganz Deutschland werden Städte, Gemeinden und Landkreise dabei unterstützt, Strategien zur Förderung von Demokratie und Vielfalt vor Ort zu entwickeln und umzusetzen. Verantwortliche aus kommunaler Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft kommen in den „Partnerschaften für Demokratie“ zusammen und entwickeln gemeinsam lokale Handlungskonzepte.