Abwicklung der HSH Nordbank

Wir reden jetzt über Geld. Öffentliches Geld. Im Speziellen über Landesbanken. Die sind ja Hausbanken und Kreditinstitute der jeweiligen Bundesländer. Die sind dazu da, die Bankgeschäfte der Bundesländer zu tätigen und sie sollen der Wirtschaftsförderung dienen. Wenn alles gut geht.
Hier im Norden war am Ende das Gegenteil der Fall.

Abbildung: HSH Nordbank

Die HSH Nordbank war so eine Landesbank. Es gab hier bekanntlich massive Verluste, risikoreiche Geschäfte und Skandale. Die Bank dann zu retten hat Milliarden gekostet. Es gab einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss dazu. Das LKA hat wegen Untreue und Bilanzfälschung ermittelt.

Hamburg und Schleswig-Holstein haben inzwischen einen Schlussstrich gezogen. Die EU-Kommission hatte zur Auflage gemacht, die Bank 2018 zu verkaufen. Das ist auch passiert. Für den eher symbolischen Preis von 1 Milliarde Euro ist sie nun ein private Bank. Der Bund der Steuerzahler prangerte den gesamten Vorgang als größten Verschwendungsfall Norddeutschlands an.

Jetzt wird die Bank ab Februar 2019 unter dem neuen Namen Hamburg Commercial Bank AG auftreten.

 

Porträtfoto von Joachim Bischoff (Die Linke), Mitglied der 20. Hamburgischen Bürgerschaft (Lizenz: CC0 1.0)

Soweit die Vorgeschichte. Stefan Tenner sprach mit Joachim Bischoff, der zahlreiche Analysen dazu verfasst hat. Er war bis 2011 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die Partei die Linke und verfolgt das Ganze schon sehr lange.


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