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„Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen…“ Matthias Claudius: Ein Hörbild von Jochen Korte

Woran denken Sie, wenn sie diese Verse hören:

 Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen…

Denken Sie an Raumfahrt oder an Mondsüchtigkeit? Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Sie denken an ein Gedicht von Matthias Claudius. Und mit großer Wahrscheinlichkeit hören Sie in Gedanken die Melodie , die das Gedicht noch berühmter gemacht hat als es ohnehin schon war. Es gibt Melodien und Verse, die irgendwie im kollektiven Gedächtnis einer Kultur bleiben – auch bei Leuten, die behaupten, keine Ahnung von Musik und Lyrik zu haben.So ist es bei dem Abendlied von Matthias Claudius. „Der Mond ist aufgegangen“: Diese Verse schildern zunächst den Natureindruck, – Mond, schweigender Wald, weißer Nebel – dann gehen sie in eine kleine Predigt über, sprechen von der menschlichen Torheit; schließlich werden sie zum Gebet mit der Bitte um einen ruhigen Schlaf. Einfach, aber zu Herzen gehend.

Das ist typisch Matthias Claudius, mit dem sich unsere Sendung beschäftigt. Wir werfen zunächst einen Blick auf seinen Lebenslauf. Dann zitieren wir einige seiner bekanntesten Gedichte. Und schließlich sehen wir uns seinen Brief an seinen Sohn Johannes genauer an. Claudius hat seinem Sohn zum Antritt seiner Lehre – Johannes zieht aus dem Elternhaus- diesen Brief als , sagen wir mal: moralisches Vermächtnis mit auf den Lebensweg gegeben. Diesen Brief bzw die Lebensweisheiten, die er enthält, könnte man auch heute einem Kind mit auf den Weg geben, wenn es das Elternhaus verlässt. Der Inhalt des Briefes ist erstaunlich aktuell.

 Zur Abrundung der Vorstellung des norddeutschen Dichters legen wir einen kurzen bissigen Text vor, in dem sich ein zu Tode gejagter Hirsch bei dem Organisator der Jagd über die Jagdmethode beschwert.Das ist natürlich sinnbildlich gemeint. Es handelt sich um Kritik der herrschaftlichen Verhältnisse.

Das bewährte Dreigespann: Jochen Korte( Autor), Sabine Scheuermann und Manfred Scheuermann (Aufnahmetechnik und musikalische Untermalung) legen hier wieder ein Hörbild vor, das unterhaltsam und informativ ist. Also Sendetermin vormerken und einschalten.

Dienstag den 31. März um 16Uhr und um 21Uhr

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