Über »Dorfleben«, das Bokhorst-Musical

Der Ortsteil Bokhorst der Gemeinde Schillsdorf im Amt Bokhorst-Wankendorf, gelegen im schönen Kreis Plön, nur ein paar Handvoll Kilometer von Neumünster entfernt, zwingt einem Freund der Alliteration dringend auf, einen Stabreim mit Bokhorst und Broadway zu bilden, wenn ihm zu Ohren kommt, dass eines der erfolgreichsten Musicals des Jahres in Bokhorst spielt, von Bokhorstern produziert und vorwiegend von Bokhorstern aufgeführt wurde. In sieben sämtlich ausverkauften Vorstellungen von “Dorfleben und dann kam der Schnee” in der Bokhorster Heilig-Geist-Kirche. Wobei: das Stück “Dorfleben” soll ja eben nicht in Bokhorst spielen, sondern in einem fiktiven Dorf Bockelfeld, über das zur Jahreswende 1978-79 die Schneekatastrophe hereinbrach. Bockelhorst oder Bokfeld — Ähnlichkeiten mit lebenden Personen im Stück sollen dann so wohl eher rein zufällig sein?

Aber jetzt mal im Ernst: Für das Radio besuchten Horst Brandherm und Sönke Jahn die Abendvorstellung am 10. November und waren beeindruckt von dem, was dort in zwei Jahren auf die Beine gestellt wurde. Sie sahen ein zweieinhalbstündiges Schauspiel mit schwungvoller Musik in einer authentischen 70er-Jahre Athmo – aus der Feder von Steffi Willuweit (Drehbuch und Regie) und Thorge Lööck (Musikalische Leitung) und unzähligen Helfern und Sponsoren aus Schillsdorf und umzu. 39 Darsteller und sieben Musiker unterhielten ihr Publikum prächtig, wobei aktuelle Themen – Einsamkeit, Mobbing, Integration von Fremden – immer wieder in der Handlung mitschwangen. Die Scheekatastrophe als Katalysator für das Zusammenfinden der vereinzelten Mitmenschen zu einer Dorfgemeinschaft, das wurde sauber herausgearbeitet und zu einem guten Ende geführt. Die Frage aus dem Programmheft “Ob eine Schneekatastrophe ein Umdenken bewirkt?” wird im Stück positiv beantwortet, aber ob das im wirklichen Leben auch so ist? Das bleibt zu hoffen.
Für das Freie Radio Neumünster unterhielt sich Horst Brandherm mit den beiden Machern, mit Steffi Willuweit und Thorge Lööck, über eine Musicalproduktion op’n dörp…


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