
In dieser Sendung spricht Marie Ann Rouaiha mit Erwin Sovkov, der erst als erwachsener Mann die Diagnose Autismus erhielt – und dadurch ein völlig neues Verständnis für sich selbst, sein Denken und seine Lebensgeschichte gewann.
Erwin erzählt, wie herausfordernd Schule und Arbeitswelt für ihn waren, lange bevor er wusste, warum einfache Inhalte für ihn schwer zugänglich waren, wenn sie nicht in einer bestimmten Struktur vermittelt wurden oder von Menschen kamen, die er innerlich nicht „greifen“ konnte. Seine Diagnose wurde für ihn ein Schlüssel zu sich selbst.
Gemeinsam sprechen sie über ihre Kindheitsbiographien, über Missverständnisse, Anpassungsdruck und darüber, warum so viele Kinder in Schule scheitern, obwohl sie nicht „falsch“ sind, sondern schlicht anders wahrnehmen, denken und lernen.
Diese Sendung ist eine Einladung, Neurodiversität mit mehr Verständnis zu betrachten – und zu erkennen, wie sehr unsere äußeren Systeme sich verändern müssen, damit Kinder wie Erwin nicht erst als Erwachsene verstehen, wer sie wirklich sind.