
In der Sendung am Mittwoch um 19:00 Uhr spricht Marie Ann Rouaiha mit Julia Friedel von Nordsterneltern, die Eltern begleitet, wenn es mit neurodivergenten, gefühlsstarken und sensiblen Kindern knirscht. Julia ist Sozialpädagogin und Diplom‑Pädagogin mit einem starken psychologischen Fundament. Ihre Arbeit ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Kriegskindern und Erziehung in der NS‑Zeit – und davon, wie viel davon bis heute in unseren Familien und Bildungssystemen nachwirkt.
Wir sprechen darüber, warum es Eltern oft schwerfällt, „es anders zu machen“, obwohl der Wunsch da ist – und warum es gerade in Schule und Kindergarten so häufig hakt. Für Julia sind diese Reibungen kein Problem, sondern ein Entwicklungsmotor: ein Hinweis darauf, wo sich Systeme verändern dürfen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Eltern ihre Kinder gut begleiten, wenn Verhalten nicht „auffällig“, sondern ein Signal des Nervensystems ist? Julia zeigt, warum jedes Verhalten einen guten Grund hat, welche Stressoren Kinder beeinflussen und wie Erwachsene lernen können, nicht nur auf das Verhalten zu schauen, sondern auf den Untergrund: Bedürfnisse, Gehirnprozesse, Belastungen.
Wir sprechen über Störungen haben Vorrang, über die Detektivarbeit von Eltern und Fachkräften – und darüber, wie Schulen und Kindergärten sich selbst hinterfragen können, damit bestimmtes Verhalten gar nicht mehr notwendig ist.
Also schaltet am Mittwoch um 19:00 Uhr ein!