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afd-bundesparteitag

FLECKENHÖRER vom 06.07.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 6. Juli 2026! Das Bündnis „Widersetzen“ zog nach dem Wochenende in Erfurt eine positive Bilanz seiner Protestaktionen. Nach eigenen Angaben beteiligten sich rund 50.000 Menschen an den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag, darunter etwa 17.000 Menschen an Sitzblockaden. Die Polizei sprach dagegen von rund 31.000 Demonstrierenden insgesamt. Das Bündnis erklärte, es habe mehr als zwölf Blockadepunkte organisiert. Nach eigener Darstellung seien zwischen etwa 7 und 11 Uhr sämtliche Zufahrtsstraßen zur Messe Erfurt blockiert gewesen. Sprecherin Noa Sander bezeichnete die Aktionen als die „größten Blockaden, die wir je auf die Beine gestellt haben“. In der Bilanz kritisierte das Bündnis außerdem die Regierungen von Bund und Ländern. Noa Sander erklärte, nicht die Blockaden seien gescheitert, sondern die Politik im Kampf gegen Rechtsextremismus. Trotz der Blockaden konnte der AfD-Bundesparteitag planmäßig beginnen. Viele Delegierte erreichten das Messegelände am frühen Morgen in von der Polizei begleiteten Reisebussen oder über gesicherte Zufahrten.

„Widersetzen“ mobilisiert jetzt nach Sachsen-Anhalt, um die Machtübernahme der AfD zu verhindern. Am 25. Juli wird es eine Konferenz in Magdeburg geben, um mit Bündnispartner*innen Aktionen zu den Landtagswahlen zu planen.

Unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Labor-Ergebnisse zur Brandkatastrophe in der Wrangelstraße sind da
+++ Was Süßes für zwischendurch: Der NABU SH gibt Tipps zur Walderdbeeren-Saison
+++ Brandkatastrophe in der Hafenstraße wird möglicherweise aufgeklärt

Musik:
Shadow Age (USA)
Skanks with Knives (USA)
Johnny Wolga (Oranienburg)
The Partisans (UK)

FLECKENHÖRER vom 06.01.2025

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 6. Januar 2025.

Am 7. Januar 2005 verbrennt Oury Jalloh – an Händen und Füßen gefesselt – in der Zelle 5 im Polizeirevier Dessau (Bundesland Sachsen-Anhalt). Am Tatort wird kein Zündmittel gefunden. Drei Tage später taucht im Labor des Landeskriminalamtes ein Feuerzeugrest auf. Die polizeilichen Ermittler behaupten, dass dieser Feuerzeugrest aus den Brandresten der Zelle 5 stammt und unter dem Leichnam von Oury Jalloh gelegen haben soll. Die polizeiliche Ermittlungsausrichtung beschränkt sich auf die „Selbstentzündungsthese“. Es wird zu keinem Zeitpunkt in Richtung Mord ermittelt. Es konnten keine Spuren von Ourys Kleidung oder der Matratze, geschweige denn seine DNA am Feuerzeug gefunden werden. Dafür hunderte Faserreste und DNA, deren Herkunft bis heute von den zuständigen Behörden nicht geklärt wurde. Nach etlichen Gutachten, die die Mordthese belegen, reicht der Bruder von Oury Jalloh, Mamadou Saliou Diallo, Mitte 2023 eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ein. Er macht Verstöße Deutschlands gegen die Europäische Menschenrechtskonvention geltend. Morgen um 14 Uhr wird es in Dessau eine Gedenkdemonstration zum 20. Todestag von Oury Jalloh geben. Oury Jalloh – es war Mord!

Die nächsten Tage werden sicher auch spannend, denn am 11.1. soll der AfD Bundesparteitag in Riesa stattfinden. Gruppen in ganz Deutschland rufen dazu auf, diesen zum Desaster zu machen. Also legt euch euren Jahresvorrat an Nudeln an, beteiligt euch an den Aktionen und fahrt nach Riesa.

Unsere Themen heute:
+++ Der Arbeitsmarkt in Mittelholstein und Neumünster im Dezember 2024
+++ Reinigungskräfte bekommen mehr Geld: Mindestens 14,25 Euro pro Stunde für die „saubersten Jobs“ in Neumünster
+++ Veranstaltungshinweise

Musik:
Leftovers (Österreich)
Siekiera (Polen)
Benzin (Berlin)
east german beauties (Eisenhüttenstadt)

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