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aktivismus

FLECKENHÖRER vom 27.07.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 27. Juli 2026! Wir schauen nach Berlin, wo die Nachrichten vom CSD tief schockieren.

Das Abendprogramm der Feierlichkeiten musste vorzeitig abgebrochen werden. Ein Islamist war in die feiernde Menge gefahren. Mehrere Menschen wurden dabei schwer verletzt, ein Mensch hat den Angriff nicht überlebt.

Für die queere Community ist der CSD nicht einfach nur ein Fest. Es ist ein Raum, um für Sichtbarkeit, Respekt und Würde auf die Straße zu gehen. Räume wie diese sind überlebenswichtig – denn Queerfeindlichkeit sorgt im Alltag noch immer dafür, dass viele Menschen ihre Identität verstecken oder sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Die hetzerischen Töne gegen Trans- und Homosexuelle, die wir zuletzt verstärkt im Netz, auf den Straßen und auch in den Parlamenten hören, erzeugen Angst. Und leider bleibt es oft nicht bei Worten – körperliche Übergriffe haben in den letzten Monaten spürbar zugenommen.

Wenn Menschen zielgerichtet auf dem CSD angegriffen werden, trifft das das Herzstück dieser Bewegung: das Recht auf Freiheit, Sichtbarkeit und Unbeschwertheit. Das Gefühl, genau so richtig zu sein, wie man ist – ohne Angst.

Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern, ihren Angehörigen und der gesamten Community.

Unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Familien brauchen planbare Arbeitszeiten – deshalb muss der 8-Stunden-Tag bleiben
+++ Wenn der Zorn selbst erschöpft: Über das Ausbrennen in aktivistischen Kreisen!
+++ Polizeigesetz-Erweiterung in Schleswig-Holstein: Schwarz-Grün will dich beim Autofahren filmen

Musik:
Underdogz (Berlin)
La Fanfarria del Capitán (Argentinien)
Rixe (Frankreich)

FLECKENKIEKER

FLECKENHÖRER vom 19.08.2024

Moin zum Fleckenhörer am 19. August 2024. Heute ist Welttag der Humanitären Hilfe. Weltweit sind rund 120 Millionen Menschen auf der Flucht. Hauptziel der Geflüchteten ist natürlich Europa. Im Kanal von Sizilien, in der Ägäis, in der Meeresenge von Gibraltar, vor den Kanarischen Inseln entstehen See-Friedhöfe, die von Tag zu Tag größer werden. Die meisten Geflüchteten kommen zu uns aus Syrien und Afghanistan. Obwohl die menschenrechtliche und humanitäre Katastrophe in Afghanistan dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bekannt ist, gibt es zunehmend mehr Ablehnungen von Asylanträgen afghanischer Geflüchteter. Bereits 32 Abschiebungen gab es dieses Jahr aus Schleswig-Holstein nach Afghanistan laut Zuwanderungsbericht des Landesamtes. Abschiebungen nach Afghanistan bedeuten zwangsläufig eine Kooperation mit den Taliban, die Menschen-, Frauen- und Kinderrechte mit Füßen treten, foltern, vergewaltigen und morden, so der flüchtlingspolitische Sprecher von PRO ASYL Tareq Alaows. Mehr als die Hälfte der afghanischen Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen, doch trotz dieser dramatischen Situation gibt es immer noch Forderungen aus der Bundesregierung nach engerer Zusammenarbeit mit den Taliban.

Insbesondere die Arbeit der Frauen in der humanitären Hilfe möchte ich am heutigen Welttag der Humanitären Hilfe in den Mittelpunkt stellen. Sie sind es meist, die die Arbeit vor Ort machen. In Afghanistan dürfen weibliche Fachkräfte und Ärztinnen nicht mehr arbeiten. Wenn eine Frau krank wird, darf sie sich im Terrorregime der Taliban nicht von einem männlichen Arzt behandeln lassen. Damit ist sie praktisch zum Tode verurteilt.

Der Fleckenhörer fordert einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan und ein Bleiberecht für geduldete Afghan*innen!

Unsere Themen heute:
+++ Internationale Aktion gegen den Bergbau und zur Verteidigung des Lebens
+++ Fakten gegen Mythen: Diverse Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen veröffentlichen Faktencheck zur EU-Entwaldungsverordnung
+++ Auf Jugendliche in Neumünster warten noch 320 Azubi-Chancen

Musik:
Gel (USA)
Raufasertapete (Berlin)
Psychords (Italien)

FLECKENKIEKER

FLECKENKIEKER vom 25.07.2022

Hier gibt es den FLECKENKIEKER vom 25. Juli 2022, dem Welttag der Prävention gegen das Ertrinken.

Wir haben diese Themen zum Nachhören:

+++ „Blockiert“: Tausende Aktivist:innen legen das nördliche Baskenland lahm
+++ „Karrierefalle“: NGG kritisiert hohe Zahl befristeter Jobs in Neumünster
+++ „Ins rechte Licht gerückt“: Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er Jahre. Erinnerung an Mehmet Kaymakcı.

Musik von:

Warpaint (USA)
Parkpunk (BRD)
Action Pact (F)
EA80 (BRD)

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