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greenpeace

FLECKENHÖRER vom 03.08.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 3. August 2026! Das wird die letzte Sendung auf UKW 100,8 MHz, denn am 10. August müssen wir unsere UKW-Frequenz abschalten. Wir sind danach weiterhin, aber vermutlich mit gewaltigen Hörer*innen-Einbußen auf DAB+ und im Internetstream zu hören. Wir erhalten natürlich viel Hörer:innen-Post dazu, eine will ich euch vorlesen. Sie kommt von Hans-Jürgen:

Ich möchte einmal mein Bedauern ausdrücken über die UKW Abschaltung, welche sie bald vornehmen werden. Ich habe früher überwiegend Delta gehört. Dann wurde es abgeschaltet. Seit dem höre ich überwiegend FRN. Jetzt wird es auch abgeschaltet und ich muss mich leider als Hörer verabschieden. Ich habe 8 Fahrzeuge mit UKW Radio und eines in dem beides, also UKW und DAB+ empfangbar ist, und ich muss sagen, DAB+ ist der letzte Mist. Fahren sie damit einmal durch Neumünster. Unter jeder Brücke, zwischen hohen Gebäuden, z.B. auf dem Ring und manchmal auch ohne erkennbaren Grund ist der Empfang weg. Das ist kein entspanntes Radiohören, sondern eine Belastung, so dass ich selbst mit dem Fahrzeug welches DAB+ hat, fast immer UKW höre. Und wenn ich dann mal in Regionen unterwegs bin wo keine Störungen sind so dass man mal DAB+ hört, dann alternative Sender wie z.B. Ballermannradio. Und wenn UKW irgendwann tot ist, dann hört man halt nur noch über die Bluetoothverbindung der Radios seine eigene Playlist vom Smartphone. Das normale Radio, wie wir es alle kennen und lieben wird es nach der UKW Abschaltung nicht mehr geben. ( Leider )

Lieber Hans-Jürgen, ich sehe das genauso wie Sie. Ich habe mich jedoch der demokratischen Mehrheit in unserem Radioplenum gebeugt, die ein Ende von UKW unterstützten.

Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Tipps zum Schulanfang von der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein
+++ ADFC-Fahrradklima-Test 2026 startet am 1. September: Kinder und Jugendliche im Fokus
+++ Statement von Greenpeace zur Finanzierung von Hitzeschutz in Kommunen

Musik:
The Spells (USA)
Sweeping Promises (USA)
Split System (Australien)
In Evil Hour (UK)

FLECKENHÖRER vom 18.05.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 18. Mai 2026! Hier ist wieder euer buntes Politmagazin. Es ist besorgniserregend, dass die Atomlobby hierzulande wieder deutlich an Einfluss gewinnt. Und wir mit Friedrich Merz einen Bundeskanzler haben, der sich offen für Atomkraft ausspricht – ungeachtet der enormen Gefahren, ungeklärter Atommüllprobleme und horrender Kosten.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen gehen derzeit davon aus, dass morgen am Dienstag, 19. Mai, der vierte Castor von Jülich nach Ahaus rollen wird. Sie kündigen dazu neue Proteste in Jülich und Ahaus sowie entlang der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke an.

„Der bisherige Ablauf der Castor-Transporte bekräftigt uns darin, weiterhin auf die Straße zu gehen. Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüll-Entsorgung. Bundes- und NRW-Landesregierung sind ganz offensichtlich dem Thema Atommüll nicht gewachsen. Wir hätten nie gedacht, dass es tatsächlich zu diesem jahrelangen Castor-Marathon auf der Autobahn kommen könnte – von einem Zwischenlager in ein anderes Zwischenlager, ohne Klärung der Endlagerfrage. Das ist völlig sinnlos und der schiere Wahnsinn. Hier offenbart sich ein massives politisches Versagen in Berlin und Düsseldorf. Die Castor-Transporte müssen dringend gestoppt werden,“ erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Geburtstag des Grundgesetzes: Petition für Recht auf analoges Leben, Kritik am Rechtsstaat und Marktplatz der Demokratie
+++ Neue Greenpeace-Richtlinie zeigt Big-Tech-Konzernen einen Weg zur schnellen Umsetzung von Ethikregeln
+++ Kostenlose HIV- und STI-Schnelltests bei der Aidshilfe Neumünster

Musik:
Prisonnier du temps (Frankreich)
imkeandj (Neumünster)
Valy and the Vodkas (Dresden)
Misere (Berlin)

FLECKENHÖRER vom 01.12.2025

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 1. Dezember 2025. Der 1. Dezember steht jedes Jahr im Fokus des internationalen Welt-AIDS-Tages (World AIDS Day). Von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen, nutzen zahlreiche Organisationen weltweit diesen Tag, um – unter der Koordination des gemeinsamen HIV/Aids-Programms der Vereinten Nationen – Solidarität mit HIV-positiven Menschen, AIDS-Erkrankten sowie deren Angehörigen und Freund*innen zu zeigen. Der Aktionstag in diesem Jahr steht unter dem Motto „Disruption überwinden, die Aids-Bekämpfung transformieren“. Ich sende euch hier eine rote Schleife an diesem symbolischen Datum. Schützt Euch und andere vor dieser tückischen Krankheit. Die Aidshilfe Neumünster e.V. – Fachstelle für sexuelle Gesundheit befindet sich in der Kieler Straße 51 und ist i.d.R. Montag bis Freitag 10 – 15 Uhr geöffnet.

Was war noch? Am Samstag waren laut Aktionsbündnis Widersetzen 50 Tausend Menschen in Gießen auf der Straße, um gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ zu demonstrieren. Der hessische Innenminister spricht von „bis zu 30 Tausend“ – Statistisch gesehen liegt die richtige Zahl meist zwischen der behördlichen Angabe und der Zahl, welche die Organisator*innen verkünden. Die Stadt Gießen hatte sich zuvor mit einer versammlungsfeindlichen Demoverbotszone im gesamten Westteil der Stadt durchgesetzt. Durch die Entscheidung wurde Protest in Hör- und Sichtweite der Rechtsradikalen deutlich erschwert. Die neue Jugendorganisation der AfD schlägt derweil mit der Wahl des Vorsitzenden den von Experten vorhergesehenen völkisch-nationalen Kurs ein – und wird damit im Widerspruch zum Grundgesetz stehen.

Die Themen im Fleckenhörer heute:
– „Koalitionsausschuss gegen den Klimaschutz“: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Rückschritte beim Verbrenner-Aus
– Greenpeace-Aktive protestieren bundesweit in 30 Städten und auch in Kiel gegen Fast-Fashion und Shein
– Öko-Weihnachtsbäume: Mit wenigen Klicks zur Verkaufsstelle in der Nähe: ROBIN WOOD informiert

Musik:
Kung Fu Frankenstein (Köln)
Catbiteback (Freiburg/Berlin)
Bratze (Flensburg)

FLECKENHÖRER vom 24.02.2025

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 24. Februar 2025. Wie immer zum Fleckenhörer-Beginn die Meinung der Redaktion, nicht des Freien Radios: Deutschland hat gewählt und Deutschland hat zu 20% Nazis gewählt. Zum Vergleich: 1930 lag die Zustimmung für die NSDAP bei 18,33%. Ein Fünftel der Wähler schickt eine rechtsextreme und antisemitische Partei in den Deutschen Bundestag. Der neue Kanzler wird ein machtgeiler Spinner aus dem Sauerland. Neumünster hat noch krasser rechts gewählt. Die rechten Parteien kommen hier auf über 50%, die AfD wird zweitstärkste Kraft mit 22,3 Prozent, der Kandidat der AfD drittstärkster Bewerber. Sandra Carstensen, noch vor kurzem völlig unbekannt in Neumünster, gewinnt den Wahlkreis. Olaf Scholz ist Geschichte. Aber nun das krass Positive: Die FDP macht den Teletubby und sagt Winke Winke. Herr Lindner ist zurückgetreten, auch von Herrn Kubicki werden wir wohl bald nichts mehr hören müssen. Aber das Wahlergebnis ist für mich nur noch mehr Ansporn. Jetzt sind wir als Zivilgesellschaft mehr denn je gefordert, uns weiterhin dem Hass entgegenzustellen. Wenn Friedrich Merz fragt, wo die Antifa ist: Die Antifa demonstriert, kämpft gegen rechte Strukturen, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Transfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, für gleiche Rechte für alle. Es wird unter einem Kanzler Merz zu vielen sozialen Verschärfungen kommen. Hoffen wir, dass durch eine progressive Komponente in der Regierung keine rassistische Politik in Regierungshandeln mündet. In diesem Sinne hoffen wir auf das Beste.

Unsere Themen heute:
+++ IG BAU kritisiert: Nur „triste 37 Cent“ für die buntesten Jobs in Neumünster
+++ Neue Abfrage der Deutschen Umwelthilfe zu Anwohnerparkausweisen: Immer mehr Städte erheben höhere Parkgebühren – auch Neumünster, aber nicht bei Anwohnerparkausweisen
+++ Greenpeace-Stellungnahme zum neuen EU-Sanktionspaket gegen die russische Schattenflotte

Musik:
Mono & Nikitaman (Berlin)
Molchat Doma (Belarus)
Rumkicks (Südkorea)
The Neighborhood Kids (San Diego, USA)

FLECKENHÖRER vom 13.01.2025

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 13. Januar 2025 – im schwarzen Januar vor genau 25 Jahren brach in Baku, der Hautstadt Aserbaidschans, ein neuntägiges Pogrom aus, dem rund 90 Armenier zum Opfer fielen. Neben Morden, mehrheitlich verübt durch Schläge und Messerstiche, kam es auch zu Einbrüchen und Überfällen. Zudem wurden Häuser von Armeniern in Brand gesteckt. Schwangere Frauen und Säuglinge wurden belästigt, kleine Mädchen wurden vor den Augen ihrer Eltern vergewaltigt, christliche Kreuze wurden auf ihre Rücken gebrannt, und sie wurden aufgrund ihres christlichen Glaubens missbraucht. Laut einem Reporter der Human Rights Watch waren die Angriffe keineswegs spontan, da die aserbaidschanischen Angreifer Listen von Armeniern und ihren Wohnanschriften besaßen. Die Pogrome wurden erst durch den Einmarsch der Sowjetarmee beendet, nachdem die aserbaidschanischen Behörden den Soldaten des Innenministeriums den Befehl gegeben hatten, bei den Randalen in Baku nicht zu intervenieren.

Dieser regionale Konflikt hatte eine hohe Sprengkraft. Diese Sprengkraft besitzt auch der Antritt der AfD zur Bundestagswahl. Aus Sachsen und dem gesamten Bundesgebiet demonstrierten am 11. Januar 15.000 Menschen in Riesa. Das Bündnis „Widersetzen“ konnte den Normalbetrieb der AfD nachhaltig stören: Denn noch nie wurde ein Parteitag der rechtsextremen AfD so stark verzögert. Ob in Riesa oder irgendwo anders: faschistische Politik darf nie unwidersprochen bleiben. Danke geht auch raus an einen unserer Redakteur:innen der Cafe Alerta Redaktion, die von dort berichteten.

Unsere Themen heute:
+++ 15.000 Menschen widersetzten sich in Riesa der AfD – und füllten die Straßen mit Solidarität.
+++ Ein Cent auf Einweg-Plastiktüten für Obst und Gemüse bei Kaufland: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Tüten-Cent als dreistes Greenwashing
+++ Greenpeace-Stellungnahme zum havarierten Öltanker der russischen Schattenflotte vor Rügen
+++ Umweltbelastungen durch Raketenstarts in der Nordsee

Musik:
Estrella Rochen (Flensburg)
Schimpfpflicht (Witzenhausen)
Schon Vida Pleite (Bonn)
Moral Pollution (Michigan/USA)

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