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marktplatz demokratie

FLECKENHÖRER vom 25.05.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 25. Mai 2026! Seit fast fünf Jahren werden im Abschiebegefängnis Glückstadt Menschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern festgehalten – nicht wegen Straftaten, sondern um ihre Abschiebung sicherzustellen. Kritikerinnen und Kritiker sprechen von institutionellem Rassismus, Isolation und unmenschlichen Haftbedingungen. Berichtet wird von psychischem Druck, mangelnder medizinischer Versorgung, Hungerstreiks und Protesten gegen die Inhaftierung. Die Landesregierung bezeichnet das Modell als „Wohnen minus Freiheit“ – für Betroffene bedeutet es jedoch Stacheldraht, Überwachung und permanente Unsicherheit.

Initiativen gegen Abschiebehaft sehen Glückstadt als Teil eines europäischen Grenzregimes, das Abschottung und Entrechtung weiter verschärft. Sie fordern die Abschaffung von Abschiebeknästen und rufen für den 7. Juni zu einer überregionalen Demonstration in Glückstadt auf. In Post-Timmy-Zeiten ist die Frage, wie eine Gesellschaft mit Menschen umgeht, die Schutz suchen, sehr berechtigt, wie ich finde, und deshalb weise ich schon einmal jetzt auf die bevorstehende Demonstration in Glückstadt hin. FREIHEIT FÜR ALLE INHAFTIERTEN!

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Marktplatz Demokratie setzt Impulse auf dem Großflecken
+++ „Natur retten statt Regeln schleifen“ zum Tag der Artenvielfalt
+++ Schüler machen NS-Geschichte in Neumünster sichtbar

Musik:
Kurhaus (Bad Bramstedt)
Escapado (Flensburg)
angora club (Flensburg)
Sendeschluss (Neunburg Vorm Wald)

FLECKENHÖRER vom 18.05.2026

Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 18. Mai 2026! Hier ist wieder euer buntes Politmagazin. Es ist besorgniserregend, dass die Atomlobby hierzulande wieder deutlich an Einfluss gewinnt. Und wir mit Friedrich Merz einen Bundeskanzler haben, der sich offen für Atomkraft ausspricht – ungeachtet der enormen Gefahren, ungeklärter Atommüllprobleme und horrender Kosten.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen gehen derzeit davon aus, dass morgen am Dienstag, 19. Mai, der vierte Castor von Jülich nach Ahaus rollen wird. Sie kündigen dazu neue Proteste in Jülich und Ahaus sowie entlang der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke an.

„Der bisherige Ablauf der Castor-Transporte bekräftigt uns darin, weiterhin auf die Straße zu gehen. Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüll-Entsorgung. Bundes- und NRW-Landesregierung sind ganz offensichtlich dem Thema Atommüll nicht gewachsen. Wir hätten nie gedacht, dass es tatsächlich zu diesem jahrelangen Castor-Marathon auf der Autobahn kommen könnte – von einem Zwischenlager in ein anderes Zwischenlager, ohne Klärung der Endlagerfrage. Das ist völlig sinnlos und der schiere Wahnsinn. Hier offenbart sich ein massives politisches Versagen in Berlin und Düsseldorf. Die Castor-Transporte müssen dringend gestoppt werden,“ erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.

Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute:
+++ Geburtstag des Grundgesetzes: Petition für Recht auf analoges Leben, Kritik am Rechtsstaat und Marktplatz der Demokratie
+++ Neue Greenpeace-Richtlinie zeigt Big-Tech-Konzernen einen Weg zur schnellen Umsetzung von Ethikregeln
+++ Kostenlose HIV- und STI-Schnelltests bei der Aidshilfe Neumünster

Musik:
Prisonnier du temps (Frankreich)
imkeandj (Neumünster)
Valy and the Vodkas (Dresden)
Misere (Berlin)

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