Titanic versenken: Stimmen von der Demo am 15.12.2018

Trotz eisiger Kälte und vorweihnachtlicher Konsum- und Feierlaune folgten rund 200 Menschen dem Aufruf der Antifa und vieler weiterer Bündnisorganisationen, am Sonnabend Nachmittag gegen die Nazi-Kneipe „Titanic“ zu demonstrieren. Die friedliche Demonstration war der vorläufige Höhepunkt einer Kampagne, die seit Monaten von einem breiten Bündnis, das die Neumünsteraner Antifa zusammengebracht hat, gefahren wird. Diese Kampagne wird auch im neuen Jahr fortgesetzt werden. Möglicherweise müssen die antifaschistisch-demokratischen Kräfte dabei einen ähnlich „langen Atem“ entwickeln wie bei der Kampagne zur Schließung des Club 88.

Zunächst spricht Tufan Kiroğlu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Neumünster, der sich vor allem gegen den Rassismus ausspricht, der von der “Titanic” ausgeht.

Im nächsten Redebeitrag von der Zwischenkundgebung auf dem Goebenplatz sprechen Angelika Beer für den Verein für Toleranz und Zivilcourage und Christof Ostheimer für ver.di.

Herr Dr. Ostheimer befasst sich darin v.a. mit der überdurchschnittlichen Zustimmung für die AfD bei den letzten Bundestagswahlen bei den klassischen Arbeitern und damit auch bei Gewerkschaftsmitgliedern und versucht, daraus Schlussfolgerungen für die innergewerkschaftliche Bildungsarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit der DGB-Gewerkschaften zu ziehen. Er bot im Nachgang an, die zugrundeliegende Studie der Hans-Böckler-Stiftung bei ihm anzufordern.  Bettina Kohlrausch ist die Autorin der Studie.

In Anlehnung an die Kampagne des bundesweiten Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“, dem „Stammtisch Paroli bieten“, bot Ostheimer seitens ver.di an, weitere Schulungen zu organisieren und erklärte abschließend, dass sich der übelste Stammtisch Neumünsters in eben dieser Nazi-Kneipe, vor der wir da standen, befindet, und dass wir alle gemeinsam die Eisberge sind, die die „Titanic“ zum Sinken bringen wird.

Im vierten Redebeitrag, den wir hören, war ich selber dran, und zwar als Repräsentant der VVN/BdA.

 

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