Der echte Norden gegen Strahlung immun? Die Suche nach dem Endlager in Schleswig-Holstein

Foto: Aktion am 2.2.2020 am Wassergraben des AKW Brokdorf.

Deutschland sucht ein Atommüll-Endlager – und große Teile Schleswig-Holsteins gelten als mögliche Standorte. Das wurde gestern im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtags deutlich, als sich die Abgeordneten mit dem Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Stefan Studt, austauschten. Auch der Norden sei geeignet, so lautete der Tenor im Ausschuss.

Wir sprachen mit Karsten Hinrichsen von der Initiative Brokdorf Akut über End- und Zwischenlagerung von strahlendem Atommüll in Schleswig-Holstein.

Screenshot aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung, S. 340

Die Gemeinde Boostedt wird im Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung auf Seite 340 ebenfalls als möglicher Ort genannt. Wir hatten auch eine Anfrage an den Bürgermeister von der CDU geschickt, die aber unbeantwortet blieb.

Weitere Teilgebiete befinden sich im ganzen Bundesland verstreut, z.B. in der Nähe von Brokdorf: Hamelwörden (liegt auf der anderen Seite der Elbe), Krempe und Lägerdorf. Ein weiteres Teilgebiet liegt in Süderdithmarschen 800 Meter unter der Erde, und zwar auf der Linie Belmhusen / Süderhastedt / Tellingstedt / Pahlhude / Grevenhorst. Hier ist das Wirtsgestein „Steinsalz“, genauso wie im Norden des Bundeslands.

Der hochradioaktive Atommüll wird mangels „Endlager“ noch für Jahrzehnte im Zwischenlager Brokdorf bleiben. Wie gefährlich das ist, auch das beschreibt Karsten Hinrichsen.


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