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antisemitismus

FLECKENKIEKER

FLECKENHÖRER vom 04.12.2023

Moin zum Fleckenhörer am 04. Dezember 2023. Ich berichte am Anfang ja gerne über Aktuelles, so auch dieses Mal. Am Wochenende fand eine skurrile Demonstration des Friedensforums in Neumünster statt. Unter dem Motto „Freiheit und Frieden für Palästina“ zogen am 2.12.2023 etwa 70 Menschen zum Großflecken, wo ihre Zahl später noch einmal auf ca. 100 Menschen anwuchs. Die Organisatorin der Demo Kristin Marten hatte bereits am 1.11. eine Mahnwache veranstaltet. “Ulla Trompete” nennt sie sich auf Facebook und ist der Meinung, dass unsere Meinungsfreiheit drastisch eingeschränkt werde und dass sie keine Angst vor kleinen Kommunalpolitikern habe. Wie die Kieler Nachrichten schreiben, wird gegen sie wegen Volksverhetzung nach § 130 StGB ermittelt. Zur Demo: Unter israelfeindlichen Losungen und manche mit erhobenem Islamisten-Zeigefinger zogen die Teilnehmer:innen zum Großflecken. Es waren Allahu Akbar Rufe zu hören. Allahu Akbar ist vieles, aber auch eine Formel im politischen und gewaltsamen Islamismus. Viele Anschläge sind mit ‘Allahu-Akbar’-Rufen begleitet worden, auch jüngst bei den Massakern der Hamas. Bei der ersten Rede wurden unter dem Motto “Geschichte wiederholt sich” die Palästinenser*innen von heute mit den Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus verglichen. Auf einem Plakat war “Kinder töten ist keine Selbstverteidigung” zu lesen. Hier wird das jahrhundertealte antisemitische Stereotyp – das Bild Israels als Kindermörder – heraufbeschworen. Auf einem weiteren Plakat war zu lesen: Ihr denkt, ihr raubt ihnen ihr Land, doch in Wahrheit schenkt ihr ihnen das Paradies. Dieser Text stammt aus einem Märtyrer-Glaubenssatz und hat mit Sicherheit einen islamistischen Hintergrund…

FLECKENKIEKER

FLECKENHÖRER vom 04.09.2023

Moin zum Fleckenhörer am 4. September! Menschen, die sich draußen in Neumünster treffen und einem Hobby nachgehen, scheinen für das rechte Pack, das hier wohnt, ein gefundenes Fressen zu sein. Anders kann kann man die circa 800 überwiegend ekelhaften Kommentare nicht begreifen, die unter dem Beitrag “Spiel, Spaß, und Gemeinschaft, Pokèmon-Go-Fans in Neumünster” des selbsternannten Fernsehsenders “Neumünster TV” stehen. Spasst, “Ab in den Steinbruch”, Genmüll, Dreckszecke, überlebensunfähiger Vollidiot, menschlicher Abfall – das sind nur einige der Kommentare, die auf der Facebook-Plattform von Neumünster TV unmoderiert stehen bleiben. Sie sind bisher nicht von Facebook oder von einem nicht existenten Moderator der Plattform wegen Hassrede gesperrt worden. 2018 wurde NMS TV für sein Engagement für den Schleswig-Holsteinischen Bürgerpreis in der Kategorie “Alltagshelden” nominiert und unter die besten fünf Projekte gewählt. So wie es sich derzeit entwickelt, ist es auf dem besten Weg als “Honeypot” für AfD-Wähler*innen rechtsextremen Stimmen in der Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen. Das nur als kurze Medienkritik von mir als Privatperson.

Nicht nur ein Aufreger, sondern ein handfester Schaden an der deutschen Demokratie ist gestern durch Markus Söders Festhalten an Hubert Aiwanger entstanden. Zum Fortgang der antisemitischen Affäre um den Politiker und stellvertretenden Ministerpräsidenten Bayerns und dessen Erklärungsstrategien gab in Oswiecim Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des internationalen Auschwitz Komitees, eine Erklärung ab.

Thema heute:
“Sichere Herkunftsstaaten” Georgien und Republik Moldau – Stellungnahmen von PRO ASYL und LSVD

Musik:
24/7 Diva Heaven (Berlin)
Chaos Z (Stuttgart)
Hiatus (Belgien)
Incisive (Flensburg)

FLECKENKIEKER

FLECKENKIEKER vom 17.10.2022

Ihr hört hier den Fleckenkieker vom 17. Oktober 2022. Diese Themen wurde heute über den Äther geschickt:

+++ Veranstaltungshinweise zu den Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung in Schleswig-Holstein
+++ Gruselspaß zu Halloween vom dock.24
+++ Demonstration und Kundgebung gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit in Lauenburg

Musik von:
Metzer 58 (Münster)
Lost Desert (F)
Cemetery (USA)
Janice Harrington (USA/D)

Gerettet, aber nicht befreit – Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein

Wer den Holocaust überlebte und in Schleswig-Holstein blieb, der musste kämpfen. Kämpfen um das tägliche Überleben, kämpfen um ‚Wiedergutmachung‘, kämpfen gegen den überall offen zu Tage tretenden Alltagsantisemitismus und kämpfen mit den Nationalsozialisten, die während der Nachkriegszeit in Schleswig-Holstein überall freundlich wieder integriert werden. Wir haben an der Führung durch die Sonderausstellung “Gerettet, aber nicht befreit” am Jüdischen Museum Rendsburg teilgenommen und mit der Historikerin Annette Mörke gesprochen.