Was zählt, ist unten
Fünf Songs, sechzig Minuten, eine Frage: Was riechen die Rosen wirklich?
Diese Woche bei „Rebellische Klänge“ geht es ans Eingemachte. Outkasts „Roses“ wird zur Einführung in die Warengesellschaft – denn warum riecht gerade die schöne Rose nach Scheiße? Weil auch unsere Beziehungen aus dem gedüngten Boden der Eigentumsordnung wachsen. Enny verweigert im Luxuskaufhaus den Griff nach der Ware, Starset erzählt eine Liebe wie einen Kriegsbericht und Immortal Technique enttarnt den vierten Zweig der Regierung.
Dafür gibt es dieses Mal Beats aus Atlanta, London, Brooklyn und Houston auf die Ohren. Egal ob Hip-Hop, R’n’B oder Rock: Hier geschieht mehr als bloßes Berieseln. Wir betrachten die Lieder und hören genau hin. Ihr erfahrt dabei Dinge über euer eigenes Leben, die ihr so noch nie formuliert oder vielleicht gedacht habt. Die Miete, die Arbeit, der Krieg, das Handy, das euch die Seele aussaugt: Es ist alles verbunden, und diese Sendung zeigt euch die Fäden und wer sie zieht.
Einschalten lohnt sich für alle, die Musik nicht nur hören, sondern verstehen wollen. Denn wir wissen, dass die Kulturindustrie ein Spiegel der Gesellschaft ist. Der erste Schritt, die Ordnung im Sinne der Menschen entgegen der Herrschaft des Geldes und des Eigentums zu schaffen, ist sie zu verstehen. In dem Sinne: Weiterempfehlen lohnt sich für alle, die Folgendes wissen: Die Geschichte gehört denen, die sie verstehen.
Euer Feedback ist die Leitung unserer Sendung! Welche Songs sollen analysiert werden? Welche Themen fehlen euch? Schreibt es uns – und wenn ihr Lust habt, selbst mal an einer Folge mitzudenken, mitzusprechen oder Themen einzubringen: Die Tür ist offen. Meldet euch!
🎙 Moderation & Analyse: @lennart.niemeyer.12
📻 Freies Radio Neumünster: @freiesradioneumuenster (Instagram)
*Korrektur zur Sendung: Imperialismus zeichnet sich durch die Verbindung von Industrie- und Bankkapital zum Finanzkapital aus.
