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Seenotrettung

Seitdem die Balkanroute auf dem Landweg geschlossen ist, ist der Weg über das Meer für Flüchtende oft der einzige nach Europa. Die meisten Rettungseinsätze gibt es derzeit zwischen Libyen und Italien. Hilfsorganisationen sind dort mit Schiffen im Einsatz, jedoch wird die Arbeit immer wieder erschwert. Italien verlangt von den Organisationen einen Verhaltenskodex zu zeichnen. Das Schiff von "Jugend Rettet" wurde beschlagnahmt. Und es gibt eine Mission von rechtsgerichteten Aktivisten, die mit einem eigenen Schiff die  Hilfsorganisationen an ihrer Arbeit hindern wollen. Interview dazu mit Stefan Schmidt, ehemaliger Kapitän der "Cap Anamur" und heute Schleswig-Holsteins Flüchtlingsbeauftragter.

Die Situation in Ostafrika und internationale Freiwilligenarbeit in SH

Volunteer-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag, nämlich Hilfe vor Ort und Erweiterung sozialer und kultureller Kompetenzen. Ingo Schumann hat Sharon Manjuki Kimani aus Kenia kennengelernt. Die junge Frau leistet einen Freiwilligendienst in Neumünster und berichtet von ihrer Heimat und ihrer Erfahrung.

Zusammenstehen gegen Abschiebungen

Ist die Zeit des humanitären Handelns vorbei? Im Februar 2017 hatte die SPD geführte Regierung in Kiel für Schleswig-Holstein einen Abschiebestopp für Menschen aus Afghanistan aus humanitären Gründen erlassen. Scharfe Kritik äußerte damals vor allem die CDU. Nun läuft die dreimonatige Frist aus. Ob jetzt noch einmal eine Verlängerung möglich ist, ist offen. Nach den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am 7. Mai 2017 hat sich (Noch-)Innenminister Stefan Studt (SPD) für eine Verlängerung ausgesprochen. Doch dafür ist die Zustimmung von Bundes-Innenminister de Maizière (CDU) nötig. "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!" fordern deshalb verschiedene Organisationen, die am heutigen Freitag in Kiel zu einer Demonstration aufrufen. Wir haben mit Klaas und Matz von der Organisation "Schüler Helfen Leben" aus Neumünster dazu gesprochen.

Leben als Flüchtling

Flüchtlinge - wenn in diesen Tagen in den Medien dieses Wort fällt, dann geht es meist um gewalttätige Jugendliche, potentielle Terroristen, Abschiebung in vermeintlich sichere Herkunftsländer, echte und virtuelle Zäune und den Untergang des Abendlandes. Aber wer sind die fast eine Million Menschen, die 2015 nach Europa kamen? Wo sind sie? Und was ist aus ihnen geworden? Wir haben drei Syrer in Neumünster getroffen.

Von wegen sicher

Die negativen Auswirkungen des Konzepts der «sicheren Herkunftsstaaten» spüren immer mehr Flüchtlinge und wirken sich auch auf die betroffenen Länder aus. Während in Serbien schon tausende Flüchtlinge aus Syrien am Weiterkommen gehindert werden, kommen nun immer mehr Flüchtlinge und vor allem Roma wieder nach Serbien zurück. Sie werden in ein vermeintlich sicheres Herkunftsland abgeschoben, selbst nachdem sie bereits Jahrzehnte in Deutschland gelebt haben. Im Interview dazu Tamara Baković-Jadžić aus Belgrad vom Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije und Autorin beim Medienportal Mašina...

Flucht nach Europa im Film

Kinofreunde können im Januar im KiNO im KDW wieder einen Blick hinter die Kulissen einer Filmproduktion wagen und dazu einen Filmemacher befragen. Zur Aufführung seines Flüchtlingsdramas »Die letzten Tage des Parvis K.« wird Henrik Peschel, der Regisseur des Filmes am Mittwoch, den 18. Januar 2017 zu einem anschließenden Filmgespräch im KDW am Waschpohl erwartet, eine Woche später dann der Hauptdarsteller, Ramin Yazdani. Für das Freie Radio Neumünster hat Sönke Jahn vorab mit dem Hamburger Regisseur telefoniert...