Umfrage zum Internationalen Frauentag in Neumünster

Quelle: Txeng Meng, CC BY-NC 2.0

Am Freitag, 8. März 2019 ist wieder Internationaler Frauentag. Im letzten Jahr hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neumünster, Michaela Zöllner, dazu eine Umfrage während der verschiedenen Aktionen in der Stadt gestartet. Diese Umfrage ist sicher nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung Neumünsters, aber es sind interessante Ergebnisse dabei herausgekommen.

Mehr als 78% der Befragten beschreiben Neumünster als lebenswerte Stadt und sogar 47% bewerten Neumünster als „sehr gut oder gut“ in der Kategorie „lebenswerte Art“. Im Ranking Nummer 2, warum frau gerne in Neumünster lebt, wurde „die Natur“ genannt (d.h. Neumünster wird als grüne Stadt wahrgenommen).

Freizeitangebote und Wohnsituation werden von den Neumünsteraner Frauen als kritisch angesehen: Bei der Kinderbetreuung wird deutlicher Bedarf für die Zukunft festgestellt.

Beim Thema Mobilität sprachen sich 88% für bessere Radwege aus, 76% für einen kostenlosen Nahverkehr. 40% empfinden Neumünster als ausreichend oder ungenügend sicher: schlechte Beleuchtung wird als Hauptkritikpunkt angesehen.

Es gibt aber noch sehr viel, was die Stadt dafür tun könnte, dass Neumünster familienfreundlicher wird: kostenlose Ferienprogramme für finanziell benachteiligte Kinder, eine Höchstgrenze, was Eltern etwa für Ausflüge, Klassenfahrten oder Unterrichtsmaterialien zuzahlen müssen, kostenfreier Zugang zu Schwimmbädern und ein Gratis-Mittagessen an Kindergärten und Schulen.

Damit sich die schlechten Ergebnisse bei der Wohnsituation verändern, muss die städtische Wobau wieder ihrer Hauptaufgabe nachkommen und verstärkt soziale Wohnungen und Mehrgenerationenhäuser bauen. Sozialwohnungen werden oft von gut verdienenden Menschen belegt. Das muss unterbleiben.

Mehr Sicherheit schafft man, indem man die Prävention an Schulen ausbaut.

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