Vor 80 Jahren begann der zweite Weltkrieg

Vor 80 Jahren begann der 2. Weltkrieg. Das Friedensforum Neumünster veranstaltete dazu im DGB-Haus einen Vortrag mit dem Berliner Historiker Dr. Stefan Bollinger, bei dem es um die Frage ging, warum die etablierten politischen Mächte es zuließen, dass die Nazis die Welt in den Abgrund des zweiten.Weltkriegs führen konnten. Die Veranstaltung war mit ca.20 Teilnehmern eher spärlich besucht, das Publikum war aber aufmerksam und engagiert. Der Referent gab André Herrwerth im Anschluss an seinen eineinhalbstündigen Vortrag noch ein Interview. Zunächst mit der Frage, wie sich die ökonomische Situation darstellte, die Rolle der Weltwirtschaftskrise beim Aufstieg der Nazis.

Einen ausführlicheren Ausschnitt des Referats werden wir in der Sendung Schwerpunkt Politik, am 25.09.um 19 Uhr senden.

Aus dem Aufruf zur Veranstaltung:

Erster September 1939 – mit dem deutschen Überfall
auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg. War er zu
vermeiden? Oft wird der deutsch-sowjetische
Nichtangriffspakt als entscheidend gewertet.
Vergessen wird das Dilemma, in das die Sowjetunion
gebracht wurde, weil englische und französische
Politik ihre Sicherheitsinteressen nicht zur Kenntnis
nahm. Vergessen wird auch, dass es genug
Gelegenheiten gegeben hatte, dem Treiben der
braunen Machthaber Einhalt zu gebieten: Bei ihrer
forcierten Aufrüstung, ihrer militärischen Intervention
in Spanien, beim Anschluss Österreichs, in der
Sudetenkrise. Fatal war, dass die westlichen
Demokratien ihrem Machtkalkül erlagen und selbst
die Sowjetunion, Hitlerdeutschlands Hauptfeind, die
Risiken ihrer Entscheidung nicht vollständig erfasste.
Der Blick auf die Kriegspolitik Deutschlands ist auch
ein Blick über Hitler und seinen Machtklüngel hinaus.
Namhafte Konzerne standen bereit, die erwartete
Kriegsbeute zu übernehmen. Und dass die
erdrückende Mehrzahl der Deutschen ihrem Führer
auf diesem Weg folgte, wurde ihr zum Verhängnis.


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