Miese Lohn-, Arbeits- und Wohnbedingungen – Solidarität mit Werksvertragsarbeitern

Protestaktion in dieser Woche vor den Werkstoren der Firma Böklunder im Kreis Schleswig-Flensburg. (Foto: DGB SH Nordwest)

Das Subunternehmen die Ausbeutung von Arbeitnehmer*innen in einigen Branchen durch Werkverträge ermöglichen, das ist bereits seit langem bekannt. Eine unmenschliche, aber gängige Praxis.

Ein Beispiel ist die sogenannte Fleischindustrie. Es gibt viel zu lange Arbeitszeiten mit zu wenig Pausen. Die Bezahlung ist oft genauso mies wie die Unterbringung in Sammelunterkünften, die dann auch teuer vermietet werden, so die Beobachtungen von Gewerkschaften und Initiativen.

Jetzt in Zeiten der Pandemie, mit besonders gehäuften Covid-19-Infektionen in den Schlachthöfen, scheint die Politik nicht mehr weggucken zu können. Das Leid von prekär Beschäftigten und systematisch Ausgebeuteten soll jetzt endlich auch dort stark eingedämmt werden. Werksverträge und Subunternehmer sollen nach den gestrigen Bekundungen aus dem Bundesarbeitsministerium ab 2021 verboten werden.

Wir sprachen dazu mit Anja Halbritter vom Stützkreis Kellinghusen, über ihre seit zwei Jahren andauernden Recherchen, Solidaritätsaktionen und Versuchen der Vermittlung mit Branchenriesen wie Tönnies.


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