
Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft
Erich Fromm ( 1900- 198o ) , – Philosoph, Soziologe, Psychologe-, hat die westliche, konsumorientierte Gesellschaft ein Leben lang scharfsichtig analysiert. Dabei hat ihm die Tatsache, dass er als Psychoanalytiker tätig war, geholfen, den Blick realitätsgerecht auf den Menschen zu richten. Sein Buch „Haben oder Sein“ stellt die Summe seines Denkens dar. Man könnte es durchaus als Manifest zur durchgehenden Reform unserer Lebensart bezeichnen. Die These des Buches ist die: Es gibt zwei Arten der menschlichen Existenz, die in gewisser Weise miteinander in Wettstreit stehen. Der Modus des Habens konzentriert sich auf Besitz und Konsum. Der Modus des Seins konzentriert sich auf das Leben selbst und auf schöpferische Tätigkeit. Fromm schreibt im Jahre 1976 bereits von der Gefahr, dass menschliches Handeln zu einer Bedrohung der gesamten Menschheit führen kann. Wenn wir heute an Umweltzerstörung und an die schrecklichen aktuellen Kriege denken, wird deutlich, wie prophetisch Fromms Warnungen waren.
Fromm analysiert nicht nur, er macht handfeste Vorschläge zur Reform unserer Lebensart. Er entwirft ein Programm des wirtschaftlichen und politischen Wandels
In diesem Podcast wird in bewährter Zusammenarbeit von Sabine und Manfred Scheuermann und Jochen Korte eine interessante Einführung in Fromms Gedankenwelt gegeben.
Am Dienstag den 29. Sept. um 16 Uhr und am Mittwoch den 30. Sept. um 11 Uhr. Sendetermin merken! Einschalten lohnt sich!