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Guatemala: Erfolgreiche Uni-Besetzungen und ein fadenscheiniger Ausnahmezustand

Anfang August berichtete Thorben Austen aus Guatemala von einem Protesttag der Kleinbauernbewegung Codeca gemeinsam mit den Studenten der staatlichen San Carlos-Hochschulen, der sich vor allem gegen die Privatisierung der Hochschulen wendete. Jetzt kann Thorben berichten, dass die Studierenden endlich ihre Forderungen durchsetzen konnten. So weit die guten Nachrichten. In einem weiteren Beitrag gibt es die betrübliche Meldung, dass die Regierung im mittelamerikanischen Land jüngst wieder aus fadenscheinigen Gründen einen Ausnahmestand in mehreren Provinzen verhängte, der der Protestbewegungen wohl wieder übel zusetzen wird.

Landesweite Straßenblockaden in Guatemala

Am Dienstag 6. August 2019 fand in Guatemala ein landesweiter Protesttag der Kleinbauernbewegung Codeca gemeinsam mit Studenten der staatlichen Universitäten statt. An 22 Orten im Land wurden friedlich Straßen und Fahrbahnen blockiert,  durch die einfache Anwesenheit auf den Fahrbahnen, höchstens mit Feldsteinen ausgelegte Markierungen. Thorben Austen war vor Ort, als in San Juan Ostuncalco, zirka 10 Kilometer entfernt von Xela, auf der Verbindungsstraße zur Küste und ins Nachbardepartamento San Marcos für sieben Stunden eine wichtige Kreuzung blockiert wurde. Thorben schickte uns den folgenden Bericht, der aufgrund von technischen Problemen am Dienstag nicht live im Infomagazin gesendet werden konnte. Anfangs hören wir die Stimme von Emma Vicente, im Departamentos-Vorstand von Codeca, mit einem Gruß auch an die Hörer des Freien Radios Neumünster und einer kurzen Schilderung der Situation der Campesinos und Campesinas und einer Aufzählung der vielfältigen Gründe für diesen landesweiten Protesttag; nicht zuletzt die ungesühnten Morde jüngst an vier Codeca-Aktivisten.

Morde an guatemaltekischen Landarbeitern von Codeca

Wie nennt man einen Neumünsteraner, der in die Welt gezogen und sich ganz anderswo niedergelassen hat? Vielleicht einen Buten-Neumünsteraner? Thorben Austen lebt seit sechs Jahren in Guatemala. Heute berichtet er von dort über Morde an Landarbeitern, die der Kleinbauernbewegung Codeca angehören.

Guatemala im Umbruch: Politischer Vortrag im KDW Neumünster

Guatemala, das bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas, das außer einiger touristischer Attraktionen ansonsten in Deutschland am ehesten mit kriminellen Banden, Naturkatastrophen und Korruptionsskandalen assoziiert wird. Tatsächlich lebt die Mehrheit der Bevölkerung in Armut und extremer Armut, die Unterernährung zeigt die höchsten Werte… Weiterlesen »Guatemala im Umbruch: Politischer Vortrag im KDW Neumünster