Frederick Geussenhainer – Widerstand in der NS-Zeit in Hamburg

Um die Jahreswende 1942/1943 schlossen sich Hamburger Studenten und Intellektuelle zu einem antinazistischen Widerstandskreis zusammen, der wegen seines angeblichen Kontakts zur Münchner Widerstandsgruppe der Geschwister Scholl nach 1945 „Weiße Rose Hamburg“ genannt wurde. (vgl. VVN Hamburg: „Streiflichter Hamburger Widerstand“)
Der Beginn dieser oppositionellen Tätigkeit bestand aus Leseabenden, bei denen Bücher von Thomas Mann, Tucholsky, Brecht und sozialistische Literatur erörtetr wurden. Es war eine eher literarisch-philosophische Atmosphäre mit religiösem Einschlag und unorthodox anthroposophischem Hintergrund. Und es wurde leidenschaftlich gern Swingmusik gehört. Friedrich (alias Frederick oder Fritz) Rudolf Geussenhainer, ein „Neumünsteraner Jung“, Medizinstudent und später Assistenzarzt am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, war einer von ihnen.

Vorerst kein Denkmal für ermordete Roma und Sinti in Neumünster

Am 13. Februar 2018 tagte die Ratsversammlung in Neumünster. Neben so wichtigen Punkten wie einem Tierheim in Wasbek, das die Stadt 67.000 € im Jahr kostet, ging es auch um Erinnerungskultur. Der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie hatte dazu im September 2017 eine Vorlage erarbeitet, die nun behandelt werden sollte. Wir dokumentieren hier die Geschehnisse in der Ratsversammlung.

Gedenktag an Opfer des Nationalsozialismus 2018 in Neumünster

Anlässlich des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und dem internationalen Holocaust-Gedenktag, wurde auch am 27. Januar 2018 in Neumünster daran erinnert und gemahnt. Die unvorstellbaren Verbrechen, die Deutsche und ihre Helfer vor allem zwischen 1941 und 1945 systematisch umsetzten und den Tod von ca. 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens und vielen weitere Millionen Frauen, Männern und Kindern bedeuteten, sollen niemals vergessen werden. Wir dokumentieren an dieser Stelle die Rede zur Gedenkveranstaltung am Rathaus Neumünster vom vergangenen Samstag. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erinnerte an die verschiedenen Opfer u. a. Homosexuelle, die gezielt verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Er verwies auch auf die aktuelle Situation und die Herausforderungen, die es in Neumünster in der Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Gedankengut gibt.

Die stürzende Säule

Das Mahnmal in Nortorf dient der Erinnerung an die Menschen aus der Stadt und dem Amt Nortorf, die „unter uns lebten und nur, weil sie anders waren, erniedrigt und ermordet wurden“. Wir haben diese ca. 1-stündige Veranstaltung für das Freie Radio aufgezeichnet und stellen sie hier als Mahnung für nachfolgende Generationen bereit.

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