Bürgerrat in Neumünster wird nicht kommen
Die Grünen und die Linken wollen seit langer Zeit einen Bürgerrat in der Stadt Neumünster einrichten. Diese Idee zur Verbesserung der Demokratie wurde jetzt von der Ratsversammlung Neumünster abgelehnt.
Die Grünen und die Linken wollen seit langer Zeit einen Bürgerrat in der Stadt Neumünster einrichten. Diese Idee zur Verbesserung der Demokratie wurde jetzt von der Ratsversammlung Neumünster abgelehnt.
Die Piraten melden sich zurück. 1,2 Prozent haben die Piraten bei der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein geholt. Das war im Jahr 2017. Am 29. August haben die Piraten ihre Geschäftsstelle in Neumünster eröffnet. Begründet haben sie dies mit den ansteigenden Mitgliederzahlen in Schleswig-Holstein, die es unausweichlich machen würden, eine neue Geschäftsstelle in Schleswig-Holstein zu betreiben. Der letzte Politische Geschäftsführer Udo Fröhlich musste die Piratenfraktion abwickeln und ist jetzt im politischen Un-Ruhestand. Er blieb Aktivist, vor allem für die NachDenkSeiten-Redaktion, und war auch schon hier im Freien Radio beim Schwerpunkt Politik zu hören. Ich habe mit seinem Nachfolger, dem Politischen Geschäftsführer der Piraten, Mark Hintz, und einem jungen Piraten gesprochen.
Wir beleuchten in diesem Beitrag nicht, was durch die Abweisung der Klage der Emil-Köster GmbH gegen die Stadt Neumünster vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig alles nicht gebaut werden kann, sondern eher, was alles bereits auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik Emil Köster gebaut und dadurch vernichtet wurde.
Das Jugendwerk Altholstein ging vor kurzem mit einer digitalen Schnitzeljagd durch die Presse, die Kinder und Jugendliche ab dem Grundschulalter per Smartphone durchführen können. „In Neumünster können sich die Spieler auf sechs Routen entlang der Stolpersteine mit Biografien aus der NS-Zeit auseinandersetzen“. Das sagte vor kurzem der Referent für Jugendarbeit im Jugendwerk Altholstein, Björn Hattenbach, im Holsteinischen Courier. Ich hatte mir die Actionbound-App installiert, weil der Courier-Artikel mich neugierig gemacht hatte, und mit den Mitarbeitern des Jugendwerks gesprochen.
Die Initiative „Tear This Down“ sammelt koloniales Erbe in Deutschland auf einer Karte. Bis heute werden in Deutschland Kolonialverbrechen und -verbrecher durch Straßennamen und Denkmäler geehrt. Ob Straßen, Plätze oder U-Bahnhöfe: viele Orte sind nach Kolonialverbrechern benannt. Andere stehen in direktem Bezug zum deutschen Kolonialismus. Bis heute gilt die Benennung von öffentlichen Plätzen in Deutschland als Ehrung von Personen und Würdigung historischer Ereignisse. Sind solche Namenspatrone heute wirklich noch als Vorbilder tragbar? Muss man sie tilgen oder im Lichte ihrer Zeit betrachten? Wir gehen der Sache nach.
In der Ratsversammlung am 12. Februar hat Franka Dannheiser für die SPD-Ratsfraktion einen Antrag zum Thema „Schrott-Immobilien“ eingebracht. Ziel des Antrages war es, Immobilien, die willentlich in einem mangelhaften Verkehrszustand befindlich sind (Schrottimmobilien), in einen zumutbaren Zustand zu überführen. Dieser Antrag wurde ergänzt durch einen FDP-Antrag, den die SPD-Fraktion übernommen hat. In dieser Fassung ist der Antrag angenommen worden. Nun ist eine Kleine Anfrage dazu von der Stadtverwaltung beantwortet worden. Laut Stadtbaurat Kubiak wurden Gebäude/Grundstücke identifiziert und der Bau- und Nutzungszustand dokumentiert. Ich habe dazu mit Jonny Griese, Ratsherr der LINKEN in der Ratsversammlung, gesprochen, auch darüber, warum der Begriff möglicherweise unpassend ist.
Am 24. Juni berichtete der NDR, dass Karstadt nach 130 Jahren Neumünster verlässt. Gestern hat nun das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren für Galeria Karstadt Kaufhof angeordnet. Wir haben mit der Bezirksgeschäftsführerin des ver.di-Bezirks Südholstein, Sabine-Almut Auerbach, über die Forderung „Karstadt muss bleiben“ der Gewerkschaft gesprochen.
Das ist Thema der Sondersendung am Freitag um 13 Uhr bei uns im Programm, die von jungen Erwachsenen in dieser Woche produziert wurde, die alle ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren
Am Donnerstag war der Vorsitzende des SSW, Lars Harms, spontan zu einem Gastauftritt im Infomagazin bereit und sprach mit uns über nichtkommerzielles Lokalradio, über die „Affäre Grote“, die Rolle antifaschistischer Arbeit und die denkbare zukünftige Arbeit des SSW auf Bundesebene.
Recherche zum Verbot der rechtsextremistischen Gruppierung „Nordadler“ durch Horst Seehofer. Durch mehrere Personen aus der rechtsextremen Szene hat die circa 30-40 Personen starke Gruppierung Verbindungen nach Neumünster. Bei Symbolpolitik darf es nicht bleiben. Neonazis agieren in anderen Gruppierungen weiter, von denen es über 100 in Deutschland gibt.
Hier die Veranstaltungstipps & Infos aus dem Infomagazin am 11.06., was in den nächsten Tagen in und um Neumünster passiert.
Wir haben eine Sendung mit den über ganz Schleswig-Holstein aus ihrem Home-Office oder ihren Einrichtungen verteilten jungen Erwachsenen und in Zusammenarbeit mit der Diakonie Schleswig-Holstein produziert. Bevor die Sendung zu hören ist, wollen wir jetzt schon mal reinhören. Jetzt berichten uns Laura, Sophia, Malin über ihre Erfahrungen.
Hanaa Krause-Kodade (28) trat vor kurzem bei der von der Antifaschistischen Aktion organisierten Demo gegen “systematischen Rassismus und Polizeigewalt immer & überall” als Rednerin auf. Wir haben den Anlass genutzt, um mit ihr ein Gespräch über Rassismus im Allgemeinen und die Polizei zu führen.
Am 9. Dezember 2019 ging das Freie Radio Neumünster auf der 100,8 MHz auf Sendung. Aus Anlass des ersten halben Jahres On Air, haben sich Sönke Jahn und Stefan Tenner im Infomagazin am 9. Juni 2020 über die Entwicklung der letzten Monate und die Perspektiven für ein selbstorganisiertes, zugangsoffenes und unabhängiges Radio in Neumünster unterhalten. Die Corona-Pandemie hat uns nicht davon abgehalten Radio zu machen, aber stellte uns vor ganz neue Herausforderungen. Zudem zeigen uns die engen politischen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein z.B. bei der Finanzierung nichtkommerzieller Radios, immer deutlicher Grenzen auf.
Am Freitag, den 5. Juni 2020 versammelten sich circa 85 Menschen auf dem Großflecken, um gegen „systematischen Rassismus und Polizeigewalt immer & überall“ zu protestieren. Anlass war der brutale Mord an dem schwarzen US-Amerikaner George Floyd.