rassismus

Infomagazin vom 19. Oktober 2017 (Ferienausgabe)

Neben unserer monatlichen Sendung beim FSK im Hamburger Exil produzieren wir jeweils am Donnerstag ein Infomagazin, das danach hier als Podcast und als Dauerschleife im Stream zu hören ist. Wir verwenden hierfür ausschließlich freie CC-lizenzierte Musik. Die Sendung ist ein Ort zum Üben und Ausprobieren für alle Beteiligten und auch für künftige Radiomacher_innen, die eingeladen sind, mit uns gemeinsam ein Programm für Neumünster und Umgebung zu produzieren. Deswegen: Über Feedback oder Interesse am Mitmachen freuen wir uns!

Deportationsforschung in Neumünster

Im Juni hatten wir vom Freien Radio einen Tweet der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gelesen und erfahren, dass da nach Erinnerungsberichten von Überlebenden der Deportation von Sinti und Roma ins Arbeitslager Belzec im Mai 1940 gesucht wurde. Wir haben dann von der im Forschungsprojekt tätigen Historikerin Dr. Kristina Vagt erfahren, dass in den nächsten Jahren ein Dokumentationszentrum mit Dauerausstellung entstehen soll, in dem die Biografien der Opfer ganz wichtig sein werden. Ingo Schumann berichtet.

Rassismus und Sprache

Rassismus beschränkt sich nicht nur allein auf Rechtsextremismus und auf Gewalt, sondern wird in alltäglichen Vorgängen bereits sichtbar. Sprachliche Diskriminierung und struktureller Rassismus in Deutschland waren deshalb auch Thema beim "Campus Festival 2017 – Festival Contre Le Racisme" der Uni Kiel Ende Mai 2017. Wie stark der Gebrauch der Sprache bewusst oder unbewusst mit dem Rassismus in unserer Gesellschaft verbunden ist, stand im Mittelpunkt eines Vortrags am 23. Mai 2017 in der Hansa48. Eingeladen zum Thema war Autorin, Wissenschaftlerin und Aktivistin Natasha A. Kelly, mit der Stefan Tenner nach der Veranstaltung die Gelegenheit für ein Gespräch hatte.

Media Against Hate

Migration ist in Österreich kein neues Phänomen. Dennoch ist das Thema seit jeher ein Spielball politischer Interessen. Der Medienaktivist Simon Inou forscht und publiziert dazu. Stefan Tenner hat in Wien mit ihm gesprochen. Das Interview entstand während des Workshops "Media Against Hate", an dem auch wir als Freies Radio Neumünster beteiligt waren. Diese Workshopreihe befasst sich mit der täglichen Hetze in den Medien und den Kommentaren und wie Medien damit umgehen können. Diese Veranstaltung wird weiter fortgesetzt und endet im November auch in Hamburg. Zeitgleich zum diesjährigen Kongress Freier Radios und zum Refugee Awareness Congress im Kampnagel. Infos zum Workshop in Wien gibt es auch auf der Seite der Veranstalter, dem Community Media Forum Europe unter www.cmfe.eu oder unter dem Hashtag #MediaAgainstHate.

Herz statt Hetze

Wissenswertes über die Initiative "Aufstehen gegen Rassismus" und die Stammtischkämpfer*innenausbildung im März 2017 in Kiel

Populismus von Rechts

"Ihr seid Demokraten mit Rückgrat.", "Schützer der Minderheit.", "Ihr habt Kreuz und menschlichen Anstand.". Das waren einige ernst gemeinte Kommentare an die Vermieter der Räumlichkeiten für die Wahlkampfveranstaltung von Frauke Petry am 3. März 2017 in Aukrug. Das solche Argumente Demokratie und Minderheitenschutz ad absurdum führen und deshalb nicht ohne Kritik verbreitet werden können, zeigen diese und andere Demonstrationen gegen die Neue Rechte. Dazu unser Rückblick auf die Ereignisse in Aukrug...

Aktionskonferenz SH “Aufstehen gegen Rassismus”

Am 10. und 11.02.2017 wurde in Kiel die Konferenz „Aufstehen gegen Rassismus“ durchgeführt. Über 140 Personen aus Gewerkschaften, Parteien, linken Gruppen, aus der Geflüchtetensolidarität, antifaschistischen Gruppen, örtlichen Bündnissen, aus Schulen, Hochschulen, Betrieben sowie Einzelpersonen befassten sich auf einer Podiumsdiskussion mit der „Alternative für Deutschland“ als Akteurin der politischen Rechten und mit den von ihr vertretenen Inhalten. Wir haben den Samstag als Freies Radio Neumünster mitgeschnitten und stellen die Aufzeichnung hier für Interessierte bereit.

Neumünster wehrt sich… nicht mehr

Seit Ende 2015 versuchte sich die Facebook-Seite "Neumünster wehrt sich" daran, einen örtlichen rassistischen GIDA-Mob zu organisieren und aus dessen Facebook-Filterblase auf die Straße zu treiben. Wirklich erfolgreich waren die Macher damit nicht - und eine Strafanzeige der zuständigen Medienanstalt aufgrund der hasserfüllten und volksverhetzenden Kommentare unter den Fake-News auf deren Facebook-Seite hat ihnen jetzt wohl am Ende den Rest gegeben. Sönke Jahn versucht sich an einem Nachruf und fragte mal nach, ob, wann und wo die rassistischen Lokalpatrioten denn nun vor Gericht gestellt werden...